Adam von Trott zu Solz tagged posts

Christoph Hörstel zum Vorwurf des „Antisemitismus“

Antisemitismus

In meiner Familie war es meine Großmutter, die zur Nazizeit in Goslar nach geltendem Nazi“recht“ keinen Arierpass erhielt. Mein Großvater, Anwalt und eng befreundet mit dem Schriftsteller Ernst Jünger und dem Kommunisten Ernst Niekisch, stahl das Papier und fälschte es für sie. So überlebte das Paar mit fünf Kindern die Nazizeit, die für meinen Vater als dem Ältesten unter ständiger Bespitzelung und Bedrohung traumatisch war. Ich bin auf dieses Sechzehntel jüdischen Blutes stolz.

Mein Leben ist seit meiner Jugendzeit geprägt von einem fürchterlichen SS-Schulungsfilm, in dem Bulldozer ausgemergelte Leichen jüdischer KZ-Insassen in Massengräber schieben...

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Future German-US Relations: A Cursed Fate?

INF Testfall

The quasi-colonialist reclusive regime could yet again pitch Germans against their neighbors.

In 1988, the year before German re-unification came up, a then friend of mine, a dedicated CIA influence agent, US citizen told me about covert US preparation of re-unification: „In Germany, we are buying anybody with legs!“ He conducted his personal poll of friends: Would Germans be obedient after regaining their national unity? My diplomatic answer ran: „Germans will never forget, who helped them to win back their home country as a whole. But the stability of the friendship towards the US will depend on whether or not correct and fair democratic policies will continue.“

Not only did fair and correct policies not survive the downfall of the Soviet Union: Washington’s policies look nowaday...

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Donbass – eine Reise in den Krieg: Frieden und Freundschaft stehen obenan! (2)

Donezk
Schließlich hieß es „Achtung Flughafen – hier ist es auch sehr gefährlich“. Wer weiß das nicht: ab 1931 erbaut und erst 2011 kräftig ausgebaut, war der Flughafen eine Perle in Mittelosteuropa. Jetzt wird dort ständig gekämpft, alles ist zerstört. Schließlich rollten wir in die Stadt ein, die vor dem Krieg 1,1 Millionen Einwohner zählte. 1,8 Millionen soll die Zahl der Bewohner in der Volksrepublik Donezk noch im Sommer des vergangenen Jahres gewesen sein, verlässliche aktuelle Zahlen gibt es nicht. Eines jedoch lässt sich sagen: Donezk wirkte ungleich belebter als Lugansk, stellenweise regelrecht schick.
Und noch immer hatten wir keinen einzigen scharfen Schuss gehört. Auf der ganzen Reise nicht – bisher.
Im Regierungspalast hieß es schlicht: Mittagspause...

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