Palästina tagged posts

BDS, Antisemitismus und Widerstand gegen Unrecht

BDS

Wenn man in ungerechten Situationen neutral ist, hat man sich für die Seite des Unterdrückers entschieden

Abraham Melzer, 30.01.2019*

Alle Diktaturen gleichen sich, nur Demokratien sind verschieden. Israel ist noch keine Diktatur, aber eine Demokratie ist es schon lange nicht mehr. Es ist eine Demoktatur. Deshalb gleicht es mehr der Türkei oder Ägypten, wo die Herrscher auch durch „demokratische“ Wahlen an die Macht gekommen sind.

Zum Teil ist Israel eine Demokratie und zum anderen Teil eine Diktatur. Zum einen Teil seiner Bevölkerung, zum jüdischen Teil, ist es eine, wenn auch keine vollkommene, Demokratie und zum Rest ist es eine Diktatur. Ein typisches Apartheid-Regime. Der Schnitt geht durch die Religion bzw. durch die ethnische Zugehörigkeit.

Die Juden dürfen alles und die ...

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Antisemitologie

von Prof. Dr. Rolf Verleger*

Das Antisemitismus-Gerede überhöht Judenhass zum mystischen Ewigkeitsphänomen. Es dient vor allem dazu, Kritik an Israel zu denunzieren. Eine Antwort auf Micha Brumlik

Gibt es Antisemitismus auch unter Juden? Diese Frage bescherte Micha Brumlik den taz-Lesern zum jüdischen Pessachfest (taz vom 3. 4.2007). Prinzipiell sei dies denkbar, führte Brumlik aus, schließlich gebe es auch frauenfeindliche Frauen und schwulenfeindliche Homosexuelle. Daher könnten auch Juden, die Israels Politik kritisieren, „Antisemiten“ sein. Die Initiative „schalom 5767“ jedenfalls, in der rund 70 jüdische Unterzeichner gefordert haben, sogar mit der Hamas zu reden, nehme den Antisemitismus der Hamas „zumindest billigend in Kauf“.

Zunächst einmal fällt der denunziat...

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Frohe Weihnachten 2018!

Frohe Weihnachten 2018!

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Freunde der Neuen Mitte, liebe Leser,

Weihnachten steht vor der Tür – und gleichzeitig zwei wunderbare gewaltige Dinge, die inmitten der hoch turbulenten und gefährlichen Zeiten alles überstrahlen:

  • – Mögliche Einigung auf eine ganz neue, bahnbrechende Erklärung der Hamas für ein gutes Miteinander mit allen Juden unter ihrer Regierungsverantwortung – direkt ins Gesicht der mörderischen Unterdrückungspolitik Israels. Eine tapfer kämpfende Volksbewegung nähme die Position einer verantwortlichen Regierung ein – die sie anstrebt.
  • – Riesenchancen für die Neue Mitte – die sich aus mehreren Punkten ergeben:
    • — In einem sehr freundschaftlichen zweistündigen Treffen mit einer hervorragenden Kabarettistin sagte diese, sie wolle mehr auf das Fi...
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Palästina: Erfolgreiches Treffen Hamas-Neue Mitte in Istanbul

Hamas-Neue Mitte Istanbul

Ghazi Hamad, stellvertretender Außenminister der Hamas und Christoph Hörstel, Bundesvorsitzender Neue Mitte, hatten Donnerstag Nacht ein ergebnisreiches Treffen in Istanbul. Beide Seiten sind übereingekommen, dass Hörstel in allernächster Zukunft die Hamas-Führungsspitze treffen wird. Außerdem wurde vereinbart, dass Hamas intern darüber beraten wird, die Erklärung über Sicherheit und Gleichstellung aller Juden unter einer möglichen künftigen Palästinenserregierung zu erweitern, die derzeit in Abstimmung steht.

Der erweiterte Text könnte sinngemäß die folgende Äußerung enthalten: „Wer Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat, wie mehrfache Morde, Folter u. ä...

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Freiheit für Palästina!

Freedom Palestine

Der Freiheitskampf des palästinensischen Volkes und unsere Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und gutes Miteinander in Palästina hat ein neues Niveau erreicht.

Die Führungsebene der Hamas erwägt eine Sicherheitsgarantie für alle Juden unter einer künftigen Palästinenser-Regierung, als Folge eines Referendums mit gleichberechtigtem Stimmrecht für alle.

Die Idee dafür stammt aus meinem Treffen mit dem Hamas-Sprecher für Außenpolitik, Usama bin Hamdan, am Rande der regionalen Valdai-Konferenz am 15. Mai 2015 in Marrakesch, Marokko. Im Verlauf unseres ausgedehnten Gesprächs hatte ich um ein Verständigungssignal der Hamas-Führung gebeten, und bin Hamdan gab es mir, nach Rücksprache mit seiner Führungsebene – mündlich...

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Palästina: Israels Massenmord – Hass macht nichts besser!

Freitag, 1. Juni 2018: Am illegalen Zaun um den Gaza-Streifen erschießen israelische Scharfschützen die freiwillige Sanitätshelferin Rasan Al-Nadschar. Sie wurde 20 Jahre alt. Die junge Frau war in den letzten Wochen bekannt geworden durch ihre Einsätze im Rahmen der Aktion „Heimkehr“, in der sie unerschrocken und tapfer mitten ins Feuer eilte, um Verwundeten zu helfen. „Das ist nicht nur Männersache“, sagte sie in einem Interview, „auch Frauen können helfen.“ So gehöre sie zu den ersten Frauen, die diese gefährliche Arbeit unternahmen. In den Tagen vor ihrer Ermordung gab sie mehrer beseelte Interviews, voller Liebe zu ihrer Heimat und ihrem geschundenen Volk. Wer Rasan Al-Nadschar zuhört und zusieht, nimmt eine große persönliche Strahlkraft und mitreißenden Idealismus wahr...

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Offener Brief an Heiko Maas – wegen Israels Terror in Palästina

Herr Minister,

18 tote und knapp 1.500 zum Teil schwer verletzte Palästinenser: Das ist die Bilanz* des berechtigten und friedlichen Protests der Palästinenser am Osterwochenende zum „Tag des Bodens“ – und der skrupellosen Mordbereitschaft** israelischer Unterdrückungspolitik. 70 Jahre dauern Tod und Vertreibung der Palästinenser jetzt schon – und Sie haben sich mit Ihrem jüngsten Besuch in Israel in die Verantwortung gestellt...

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Christoph Hörstel – was Wikipedia bisher verschweigt

Wikipedia Hörstel

Christoph R. Hörstel (* 1956 in Bremen) ist ein deutscher Politiker, Publizist und Regierungsberater. Er berichtete als Journalist und Sonderkorrespondent von 1985 bis 1999 unter anderem für die ARD – aber auch für ABC (USA), ITN (UK), TF1 (F) und YLE (FN) aus verschiedenen Staaten. Danach wechselte er als Vice President in die Kommmunikationsleitung des damaligen Siemens-Bereichs „Mobile Communication“. Ab 2001 betätigte er sich als Berater für Unternehmen und Regierungen und freier Publizist mit Schwerpunkt Kriegs- und Krisengebiete. Hörstel vertritt systemkritische Ansichten, die vor allem in seiner ethisch geprägten politischen Agenda wurzeln und sich gegen die als grotesk überzogen empfundene weltweite Macht der Finanzindustrie wenden. Er war am 1...

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Islam, Zuwanderung und Kartellintrigen zum Schaden Deutschlands

Eine Kampfansage für das gute Miteinander von Menschen und Religionen in Deutschland und der Welt

1 Persönliches Vorwort

Islam-Fan: drei Namen für die Kinder: Ringparabel: Lessing

Fan des Jüdischen Glaubens, jedes ernsthaften Glaubens, auch für Atheismus offen:

JEDER ernsthafte Lebensentwurf

2 Grundsätzliches

Der Islam ist eine hoch interessante, hoch wertvolle und hoch umstrittene Religion.

Interessant: klug, vielseitig, vielschichtig, bestens dokumentiert, hochkarätig gestiftet – und theologisch bearbeitet

Wertvoll: zwischenmenschlich, sozial, politisch, strategisch

Umstritten: zuallermeist von innen – jetzt, intrigant: von außen

3 Geschichte[1]

Unter maßgeblicher und auch finanzieller Mitwirkung aus der Familie Rothschild blühte in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts...

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Evangelische Kirche zwischen echtem, falschem und Klein-Mut

In meinem letzten Beitrag hatte ich davor gewarnt, dass die Kirchen in Deutschland in ihrer Positionierung zur Berliner Regierung und Politik den gleichen Weg des geringeren Widerstandes gehen wie im III. Reich. Vergeblich. Jetzt warnt allen Ernstes der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bedford-Strohm, die unter Druck geratene Kanzlerin vor einem Richtungswechsel in ihrer ebenso hochverräterischen wir politisch selbstmörderischen Einwanderungspolitik. Warum auch nicht? „Macht hoch die Tür, die Tür macht weit“ – wir nähern uns der Weihnachtszeit. Weil das Christentum bei uns hauptsächlich aus Feiertagsgläubigen besteht, die sich aus Gründen vielfachen Stresses vor allem um persönliche Pläne kümmern, kommt Bedford-Strohm damit auf der 12. EKD-Synode glatt durch...

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