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Egon Bahr gestorben – sein Sachverstand und Russland-Bezug bleiben

Egon Bahr

Natürlich weiß man, dass alte Menschen sterben, natürlich war Egon Bahr uralt. Aber er war immer geistig so frisch und neugierig, so offen und unverstellt, so unvermittelt blitzgescheit, dass er immer wirkte wie ewig jung.

Möge er in Frieden ruhen, er, der für den Frieden in Europa gewirkt hat wie kaum einer, außer natürlich: Willy Brandt. Möge es seinen Lieben, Freunden und Bekannten leicht werden, nach vorn zu schauen – und im Sinne des Friedens weiterzuwirken, der Egon Bahr am Herzen lag.

Wir trafen uns drei Mal, jedes Mal für eine gute Stunde; wir überzogen immer ein bisschen. Unsere ersten beiden Gespräche verliefen ähnlich: Ich sprach etwas an, er sprach, er dozierte. Auf seinen Professorentitel legte er Wert. Beim ersten Mal, 2009, riet er mir, Obama zu unterstützen...

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Offener Brief: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – Russland-Beziehungen auf unnötig schlechtem Weg

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

In großer Sorge schreibe ich Ihnen, weil das derzeitige Verhalten der Bundesregierung weitere gravierende Verschlechterungen im Verhältnis zu unserem russischen Nachbarn befürchten lässt, die anschließend schwer zu reparieren sein werden.

  1. Gedenken: 27. d. M., Auschwitz – Teilnahme SE Herr Präsident Putin

Deutschlands polnische Verbündete und Nachbarn haben Präsident Putin bisher nicht zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Konzentrationslagers Auschwitz dortselbst eingeladen; er plant deshalb bisher nicht, daran teilzunehmen.

Es erscheint vollkommen unangemessen und höchst bedauerlich, dass Deutschland bisher nicht alles versucht hat, um die polnischen Freunde, Verbündeten und Nachbarn für die gute Idee einer friedensför...

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Russland: Nato wird Hauptgegner, wegen eindeutiger Aggressivität – Lage-Übersicht

Es ist nicht geklärt, ob jetzt in Washington gefeiert wird; restlos klar ist jedoch: Die Abenteuerpolitik der USA und ihrer willfährigen Nato-Partner hat dazu geführt, dass Russland sich ganz offen absichert. Die frisch umbenannte Agentur „Sputnik“ (ehem. RIA Novosti) führt dazu aus:

„Militärische Bedrohungen verlagern sich immer mehr in den Informationsraum und in die innere Sphäre des Landes. Als eine Hauptgefahr gilt auch die Aktivität der Terroristen sowie Organisationen und Personen, die auf die Unterhöhlung der Souveränität, der Einheit und territorialen Integrität des Landes gerichtet ist...

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Merkel will Steinmeiers Russlandpolitik aushebeln: Koalitionskrach um Frieden

Das ließ aufhorchen: Der ehemalige SPD-Chef und Ministerpräsident Brandenburgs, Platzeck, legte eine vernünftige Idee vor, die in der heutigen Unvernunft wirkte wie ein Böller im Konzertsaal: Deutschland solle Wege unterstützen, die den Krim-Streit zwischen Kiew und Moskau völkerrechtlich klären helfen könnten – und in der Ukraine Kompromisse mit Moskau suchen: Die Widerständler im Südosten würden wohl nicht einfach in den ukrainischen Staatsverband zurückkehren. Ein klarer Bruch mit Merkels Hochverrats- und Kriegstreiber-Kurs.

Kritik kam sofort nicht nur aus der CSU, direkt vom Kellertrapezkünstler Seehofer, sondern gar noch aus der SPD. Wer solche Genossen hat braucht keine Feinde mehr. Willy Brandt ächzt im kühlen Grab.

Am nächsten Tag „ruderte“ Platzeck angeblich „zurü...

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