Prof. Dr. Rolf Verleger tagged posts

Antisemitologie

von Prof. Dr. Rolf Verleger*

Das Antisemitismus-Gerede überhöht Judenhass zum mystischen Ewigkeitsphänomen. Es dient vor allem dazu, Kritik an Israel zu denunzieren. Eine Antwort auf Micha Brumlik

Gibt es Antisemitismus auch unter Juden? Diese Frage bescherte Micha Brumlik den taz-Lesern zum jüdischen Pessachfest (taz vom 3. 4.2007). Prinzipiell sei dies denkbar, führte Brumlik aus, schließlich gebe es auch frauenfeindliche Frauen und schwulenfeindliche Homosexuelle. Daher könnten auch Juden, die Israels Politik kritisieren, „Antisemiten“ sein. Die Initiative „schalom 5767“ jedenfalls, in der rund 70 jüdische Unterzeichner gefordert haben, sogar mit der Hamas zu reden, nehme den Antisemitismus der Hamas „zumindest billigend in Kauf“.

Zunächst einmal fällt der denunziat...

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Christoph Hörstel – was Wikipedia bisher verschweigt

Wikipedia Hörstel

Christoph R. Hörstel (* 1956 in Bremen) ist ein deutscher Politiker, Publizist und Regierungsberater. Er berichtete als Journalist und Sonderkorrespondent von 1985 bis 1999 unter anderem für die ARD – aber auch für ABC (USA), ITN (UK), TF1 (F) und YLE (FN) aus verschiedenen Staaten. Danach wechselte er als Vice President in die Kommmunikationsleitung des damaligen Siemens-Bereichs „Mobile Communication“. Ab 2001 betätigte er sich als Berater für Unternehmen und Regierungen und freier Publizist mit Schwerpunkt Kriegs- und Krisengebiete. Hörstel vertritt systemkritische Ansichten, die vor allem in seiner ethisch geprägten politischen Agenda wurzeln und sich gegen die als grotesk überzogen empfundene weltweite Macht der Finanzindustrie wenden. Er war am 1...

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Was mich heute zu Tränen rührte

Prof. Dr. Rolf Verleger, ehemaliges Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland, veröffentlicht auf der Website des „Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung“ (BIB e.V.), dessen Vorsitzender er ist:

„Mein Vater hatte die Auschwitz-Nummer am Arm. Er war ein Opfer der Nazis. Seine Frau und Kinder waren ermordet worden. Aber er wollte sein Leben nicht als Opfer führen: Er heiratete eine überlebende junge jüdische Frau – meine Mutter – und setzte neue Kinder in die Welt. Ich bin kein Opfer, sondern ein Kind der Hoffnung. Als ich ihn als kleines Kind fragte, was das für eine Nummer an seinem Arm sei, sagte er „das ist meine Autonummer“...

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