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Antisemitologie

von Prof. Dr. Rolf Verleger*

Das Antisemitismus-Gerede überhöht Judenhass zum mystischen Ewigkeitsphänomen. Es dient vor allem dazu, Kritik an Israel zu denunzieren. Eine Antwort auf Micha Brumlik

Gibt es Antisemitismus auch unter Juden? Diese Frage bescherte Micha Brumlik den taz-Lesern zum jüdischen Pessachfest (taz vom 3. 4.2007). Prinzipiell sei dies denkbar, führte Brumlik aus, schließlich gebe es auch frauenfeindliche Frauen und schwulenfeindliche Homosexuelle. Daher könnten auch Juden, die Israels Politik kritisieren, „Antisemiten“ sein. Die Initiative „schalom 5767“ jedenfalls, in der rund 70 jüdische Unterzeichner gefordert haben, sogar mit der Hamas zu reden, nehme den Antisemitismus der Hamas „zumindest billigend in Kauf“.

Zunächst einmal fällt der denunziat...

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Palästina: Israels Massenmord – Hass macht nichts besser!

Freitag, 1. Juni 2018: Am illegalen Zaun um den Gaza-Streifen erschießen israelische Scharfschützen die freiwillige Sanitätshelferin Rasan Al-Nadschar. Sie wurde 20 Jahre alt. Die junge Frau war in den letzten Wochen bekannt geworden durch ihre Einsätze im Rahmen der Aktion „Heimkehr“, in der sie unerschrocken und tapfer mitten ins Feuer eilte, um Verwundeten zu helfen. „Das ist nicht nur Männersache“, sagte sie in einem Interview, „auch Frauen können helfen.“ So gehöre sie zu den ersten Frauen, die diese gefährliche Arbeit unternahmen. In den Tagen vor ihrer Ermordung gab sie mehrer beseelte Interviews, voller Liebe zu ihrer Heimat und ihrem geschundenen Volk. Wer Rasan Al-Nadschar zuhört und zusieht, nimmt eine große persönliche Strahlkraft und mitreißenden Idealismus wahr...

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