Jetzt redet Lawrow: Einstufung Russlands als „Bedrohung für die Welt“ nicht hinnehmbar

Lawrow

Pressekonferenz gestern Abend in New York – Zusammenfassung:

Der weltweit dienstälteste Außenminister, ein Diplomat mit legendärer Gedankenschärfe, vor dem der Rest der Kollegen gehörig zittert oder zumindest tiefen Respekt hat, zog gestern Abend blank: Die Einstufung Russlands als „Gefahr für die Welt“ (zweiter Rang hinter der Ebola-„Seuche“) durch Obama sei „für die Welt kaum hinnehmbar“.

Dafür bezeichnete Lawrow die Erweiterung der Nato als „Fehler und Provokation“.

Und über einen Verzicht Russlands auf sein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat zu reden sei nicht sinnvoll.

Russland habe die Beziehungen zu den USA nie verschlechtert, sondern sich stets um Verbesserungen bemüht:

Und ich meine: Die Zurückhaltung Russlands an vielen Punkten, gerade auch in den letzten Monaten, ist ungeheuerlich:
– Snowden wurde nahezu stillgelegt, er „ist einfach nur noch da“
– die Nazi-Gräuel in der Ukraine wurden benannt, in den Medien geradezu volksbildungsmäßig aufgearbeitet – und Ende. Da hätte sich eine riesige Medienkampagne entfachen lassen – wozu ich auch geraten habe: Russland wollte nicht.
– Die Leichen der getöteten Frauen in in den jüngst entdeckten Massengräbern der Ostukraine wiesen zum Teil keine Innereien mehr auf – da muss manufakturmäßig Organhandel betrieben werden: aus Russland fast kein Ton dazu.
usw.