Kobane: Türkei darf endlich Syrien angreifen!

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Eine weitere Funktion der US-Politik des globalen Terrormanagements ist die pünktliche Lieferung von Vorwänden, irgendwo militärisch einzugreifen – inzwischen auch ohne ausdrückliche Billigung des UN-Sicherheitsrates. Wenn nun die IS auf die Stadt Kobane drückt, die exakt auf der türkisch-syrischen Grenze liegt, dann bekommt die Türkei genau das, was sich die Führung in Ankara schon lange gewünscht hat: einen international abgesicherten Freibrief.

Was die ständig hetzende und kriegstreiberische Nato-Kampfpostille Spiegel und Co. jetzt tun, ist in grellen Farben die Not der Bevölkerung zu schildern – und den westlichen Ländern Untätigkeit vorzuwerfen. Dadurch entsteht die gewünschte emotionale Grundstimmung, die auch rechtlich fragwürdige und sachlich ungerechtfertigte Aktionen duldet. Kontrolle besteht ohnedies nicht mehr, die USA bombardieren bereits nach Gutdünken syrisches Territorium – und von den tatsächlichen Auswirkungen erfahren wir wenig bis nichts.

Sicher ist lediglich, dass die USA es auch diesmal schaffen werden, durch ihren Bombenkrieg den Gegner zu stärken, weil der plötzlich Zulauf erhält aus den Reihen der Zivilbevölkerung, die über die allfälligen Kollateralschäden in Wut gerät. Und so gelingt es auch erneut, einen Krieg, dessen Ursachen Washington rundum erst mühsam geschaffen hat, so lange wir möglich am Köcheln zu halten – und unter diesem ebenso dehnbaren wie dichten Deckmantel alles zu bewerkstelligen was nötig erscheint, um alle Mitspieler zu schwächen, ins Chaos zu stürzen, dauerhaft abhängig und jederzeit verfügbar zu machen.

Denn hier arbeitet das „Reich des Chaos“.

Foto: Islamistische Website ohne Copyright