WA96  Wagenknecht, Baerbock und Zeitdruck: Christoph Hörstel  2022-8-2

Wagenknecht

Dienstag, 2. August 2022

Volltext: https://tinyurl.com/2znt7umu

BitChute: https://www.bitchute.com/video/CZZ4lvWGjHAK/

 

Drei Themen gibt es heute:

  1. Sahra Wagenknecht ist mutig, authentisch und kämpferisch. Mit Recht hat sie die Deutschland-feindlichen Grünen und deren verheerende Selbstmordpolitik gegen die deutsch-russischen Beziehungen und gegen Russland in einem Tweet scharf angegriffen. https://tinyurl.com/yc764txw

Sie warf den Grünen „wahnsinnigen Krieg“ gegen Russland vor – und: „sogar die einzig vernünftige Konfliktlösung (Verhandlungen / Diplomatie) wird abgelehnt“.

Im Juni war Wagenknecht beim Linkenparteitag mit dem Versuch gescheitert, den Leitantrag der Linken-Führung gegen Russland zu entschärfen.

Im ursprünglichen Antragsentwurf heißt es: „Wir verurteilen den verbrecherischen Angriffskrieg Russlands aufs Schärfste. Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine, die leiden, Widerstand leisten oder flüchten müssen.“ Russland wird darin vorgeworfen die postsowjetischen Staaten unter seiner Kontrolle halten zu wollen, indem „versucht wird, autoritäre Vasallen-Regime einzurichten“ oder Staaten zu destabilisieren.

Damit ist die Linke tatsächlich Nato-gleichgeschaltet und kann keine vernünftige politische Alternative bieten. Die Linke wirft damit Russland genau die aggressive Politik vor, die eindeutig Washingtons Stil ist und bleibt.

Wagenknecht dazu in Antrag und Interview: „Wir verurteilen den russischen Angriffskrieg, auch unser Antrag sagt ganz klar, dass es für diesen Krieg keine Rechtfertigung gibt. Aber der Krieg hat trotzdem eine Vorgeschichte und es gibt eine Mitverantwortung des Westens, insbesondere der USA.“ Es gehe nicht darum, die Solidarität mit der Ukraine zu streichen, sondern den Krieg historisch einzuordnen.

Soweit Wagenknecht. Aber ihre historische Einordnung bleibt so lückenhaft, dass eine neues, nur abgemildertes Lügenkonstrukt entsteht. Denn Tatsache ist und bleibt die aggressive Politik Washingtons weltweit seit Weltkriegsende. Und der CIA-Putsch auf dem Maidan 2014 war schon der zweite seit 2004, das Vordringen der Nato hat das Baltikum und fast den ganzen Balkan bis auf Serbien gleichgeschaltet. Schließlich hat Washington mit 46 Biowaffenlaboren, 2 Atomwaffenforschungsstellen und 5 Luftwaffenstützpunkten zusammen mit zahlreichen Einzelmaßnamen in Militär und Zivilverwaltung der Ukraine einschließlich Nazi-Förderung bis hin zum Befehl Selenskis zur Rückeroberung von Donbass und Krim mit 125.000 Mann der Kiewer Armee, die seit März letzten Jahres in der Region stationiert wurden, schließlich der Eskalation der Grenzüberfälle gegen den Donbass seit Mitte Februar und mit Terrorkommandos, die in Lugansk ein E- und Wärmekraftwerk zerstörten oder beschädigten, den russischen Angriff unvermeidbar gemacht.

Diese unbestreitbaren Tatsachen sind allerdings noch weiter von Wagenknechts Behauptungen entfernt als Wagenknecht von ihrer verkommenen Linkspartei.

Die Frage ist, warum Wagenknecht auf die besten Argumente verzichtet und damit ihr Scheitern praktisch selbst herbeiführt! Muss ich jetzt eine Verschwörungstheorie aufstellen?

Aber weiter zu Wagenknechts Vorstoß: Sie hat der Nato Wortbruch bei der Osterweiterung, den USA Unterstützung eines „Regime-Change“ in Kiew und der Ukraine die Ablehnung des Minsker Abkommens vorgehalten. „Die jahrelange demonstrative Missachtung der von russischer Seite artikulierten Sicherheitsinteressen führte in diesen nicht zu rechtfertigenden Krieg“, heißt es in ihrem Änderungsantrag zum Parteitag Ende Juni.

Im Interview dazu forderte sie Zugeständnisse der Ukraine für ein Ende des Krieges. „Voraussetzung für einen Verhandlungsfrieden wäre ganz sicher, dass die Ukraine auf ihre Nato-Ambitionen verzichtet“, sagte sie. „Auch territoriale Zugeständnisse sind, wie inzwischen sogar Nato-Generalsekretär (Jens) Stoltenberg einräumt, wahrscheinlich unvermeidbar.“

Auch diese Sprache ist völlig unverständlich. In Kiew herrscht seit mehr als drei Jahren der von CIA und Mossad ziemlich beeindruckend ins Amt gehievte C-Klasse-Schauspieler und Tänzer Selenski, korrupt bis ins Mark und offenbar kokainsüchtig. Der hat sein Land auf Befehl seines Führungsoffiziers in diese Selbstmordauseinandersetzung gegen den russischen Verwandten und Nachbarn geführt – und jetzt muss das ganze Land die Suppe auslöffeln.

Deutschland und Europa haben damit jedenfalls nichts zu schaffen, Polen mag sich aus dem Trümmerhaufen aussuchen was Warschau gefällt, ich finde das alles traurig und bedauerlich und wir wollen Verhältnisse abschaffen, in denen solche gefährlichen und extrem schädlichen Abenteuer vorkommen können. Anders ausgedrückt: Wir müssen unseren amerikanischen Freunden klarmachen, dass sie nicht mit dem politisch-militärischen Bulldozer durch unseren europäischen Garten fahren dürfen, sonst gibt’s eine saftige Strafe.

Dieser Gedankengang, aus dem erst Heilung entstehen und Zukunft gedeihen kann, fehlt in der deutschen Politik völlig, nur wir sagen das – und können das.

Ich fasse zusammen: Die Opposition ist tot, die Linke gleichgeschaltet – und den besten Köpfen fehlt zunächst die saubere Analyse, dann die richtige Politik und abschließend die Zukunftsfähigkeit.

 

  1. Außenministerdarstellerin Baerbock werde ich viel kürzer abhandeln. Beim Türkei-Besuch hat sie sich nach ihrem Treffen mit Außenminister Cavusoglu vor der Presse gestritten. Dabei wird erneut deutlich, was wir schon wissen: Sie kann nicht allein politisch denken, ist schwach in der Umsetzung der Befehle ihres Führungsoffiziers und anschließend obendrein ohne Fingerspitzengefühl.

Zur Sache:

  1. Die türkische Regierung weist berechtigt darauf hin, dass der Terror der PKK und der YPG die Sicherheit der Türkei gefährdet, im Hintergrund steht immer noch Washingtons Killer-Plan einer kurdischen Staatsgründung auf syrischem Territorium an der türkischen Grenze, ein absolutes Unding – und nicht einmal im besten und wohlverstandenen kurdischen Interesse – aber seit wann kümmert sich die Söldnertruppe PKK-YPG um kurdische Anliegen? Niemand kann glücklich sein über die türkische Lösungsvariante, den 30-40 Kilometer tiefen Gebietsstreifen auf syrischem Territorium zu verbreitern, allerdings hat ja auch Syrien kein anderes Lösungsangebot, von Russland und Iran zu schweigen. Eigentlich müssten die USA ihre Truppen aus der Region abziehen – aber so etwas zu sagen steht nicht im Aktionsbefehl von Frau Baerbock – also wird sie es auch niemals sagen.
  1. Frau Baerbock hat auch keinerlei Anweisung, die Türkei zumindest mit einem Minimum an den Rohstoffeinnahmen der türkisch-griechischen Küstenregion zu beteiligen – also geht die Konfrontation womöglich weiter. Das Vorgehen erinnert mich an den Washingtoner Umgang mit Moskau in der Ukraine-Frage – auch hier kam ja keinerlei Kompromissversuch oder -Angebot. Und jetzt ist dort Krieg. Wollen wir vielleicht so lange unsere deutschen und europäischen Pflichten versäumen, bis auch Krieg zwischen Griechenland und Türkei entsteht? Typisch Nato und EU wäre es ja.
  2. Die Kavala-Frage: Ein westlicher Hochkarat-Einflussagent sitzt in türkischer Haft, angeblich wegen Beteiligung an einem Umsturz. Wenn schon die Nato nicht anständig mit Ihrem hervorragenden Mitglied Türkei umgeht, wie wäre es denn, wenn hier die EU im Umgang mit ihrem türkischen Nachbarn tätig würde? Stimmt natürlich, im Punkt 2 dieser Liste, bei den Energierohstoffeinnahmen, tut die EU ja auch nichts für die gute Nachbarschaft mit der Türkei.

– Aber spürt die EU jedenfalls ein ganz klein wenig Veranlassung? Für die EU habe ich mangels Hochkarat-Politikern kaum noch Hoffnung, Baerbock jedenfalls spürt offenbar gar nichts mehr außer ihrem dringenden Wunsch, jeden Schurkenbefehl zu befolgen, den sie bekommt.

 

  1. Zeitdruck bis zum Hebelpunkt des Wirtschafts- und Finanzcrashs

Wir haben diese Selbstmordsanktionspolitik gegen Russland gestartet – und irgendwann tritt bei jedem Selbstmord der Tod ein, nicht wahr?

Wir haben wachsende offene Opposition vor allem in der deutschen Bevölkerung aber auch in Italien, um von Ungarn, Slowakei etc. nicht zu reden. Deutschland jedoch ist das größte Gewicht in Europa – und hängt sich zur falschen Seite aus dem Fenster: für Washingtons finstere Antieuropa- und Antifriedenspolitik.

IN Deutschland haben wir eine Wirtschaftswelt, die meint, sie müsse sich nicht aus dem Fenster lehnen für ihre Interessen. So viel Zurückhaltung führt zum Totalverlust, meine Herren. Damen sind ja in diesen Führungspositionen eher selten vertreten – und noch seltener in der widerständischen Welt, was auch traurig ist, auch emanzipatorisch gesehen.

Jetzt haben wir das Banner fertig, könnten sofort mehr davon herstellen und ständig fliegen. Wieso kommt NICHT EIN EINZIGER Firmenchef auf den Gedanken, das zu unterstützen? Wir können nicht jede Unternehmervilla gesondert anfliegen, verdammt noch mal.

Und die Spenden, die wir bisher bekommen haben, ganz herzlichen Dank dafür an alle, die hier ein Zeichen gesetzt haben, besonders in den letzten Wochen und Monaten und auch gestern und heute wieder, danke Ihnen vielmals: Wir schaffen den Erstflug mit Kameramann nicht ohne Sie, die Kosten könnten 6.000 Euro betragen, 3.000 überweise ich noch heute Nacht als Anzahlung – aus Ihren Beiträgen.

Sie spenden, weil ich Sie ehrlich informiere: Erfahrungsgemäß haben wir die Chance, das Erstflugprojekt zu stemmen. Aber wir benötigen MEHR, um die Bundespolitik kippen zu helfen – und das wollten wir doch – oder??

Ganz nebenbei: In diesen Tagen demonstrieren viele in Berlin. Das ist ein toller Einsatz, ohne den es auch nicht geht. Ich nehme nicht teil, weil ich keine Einladung habe, um zu sprechen. Wenn hier unter den Zuhören jemand der Ansicht ist, ich sollte mich auf die Straße stellen und meine Arbeit an den drei hoch sichtbaren und wirkungsvollen Projekten liegen lassen:

Bannerflug,

Sicherheitskonferenz in Moskau

und Friedenszug,

gerne schreiben. Ansonsten denke, plane und arbeite ich im Sinne unserer Spender und Unterstützer, wie ich sie kennengelernt habe, also: effizient für tatsächliche Veränderung mit konkreten Schritten in Öffentlichkeit und Politik.

 

Sie könnten mithelfen:

Zum Schluss meine drei Bitten mit herzlicher Einladung:

  1. Unterschreiben Sie bitte die Petition, die allein unseren Frieden und Wohlstand rettet, denn aus dem untergehenden Washington kommt nur noch brandgefährlicher Unsinn. Sprechen Sie bitte planvoll, vorsichtig und freundlich andere an, damit sie ebenfalls unterschreiben. Meine Botschaft für Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit bei meinem Auftritt vor Militär-Delegationen und Experten aus mehr als 100 Ländern wäre damit gleichzeitig bestens gestützt.
  2. Die einzigen drei politischen Schritte, die uns jetzt sofort retten können, sind: Waffenlieferungen an das Marionettentheater in Kiew sofort stoppen, alle Sanktionen gegen Russland sofort stoppen, NordStream2 sofort öffnen. Diese Bundesregierung muss zu unserem Glück gezwungen werden – oder bezwungen, also: rausgeschmissen. Bitte weitersagen, weiterposten, kommentieren.
  3. Spendenaufruf

Ganz herzlichen Dank an neue und treue Spender für Ihre Unterstützung: 6 Aktionen treibe ich gerade voran, nur vier darf ich gerade benennen: Friedenszug, Bannerflieger, Petition und Wächtergruppe. Ohne Ihre Hilfe, geht’s nicht weiter.

Danke.

 

Ihnen wie immer: alles Gute, wo immer Sie sind!

Gehen auch wir in den Widerstand: gemeinsam und zielgerichtet.

Spendenvideo

Empfänger: DIE NEUE MITTE

Pariser Platz 4a, D – 10117 Berlin

Verwendungszweck: „Spende“

IBAN: DE73100100100607433123 – BIC: PBNKDEFF

 

Textvorschlag zur Veröffentlichung:

BITTE JETZT UNTERSCHREIBEN + WEITERLEITEN – DANKE!!                Schauen Sie/Schaut mal, wie die Zahlen hochgehen!!                                Die Petition will zunächst nur sicherstellen, dass Deutschland sich an einem Krieg gegen Russland NICHT BETEILIGT. Und das treiben wir auf die Spitze mit dieser Einladung, die in Moskau gehört und sehr gut verstanden wird…!                                        https://www.openpetition.de/petition/online/deutschland-fuer-frieden-6