Schriftwechsel mit einem katholischen Ordensbruder in Rom wg. Kardinal George Pell

Pell

Sehr geehrter Herr Christoph Hörstel,

ich würde mich sehr freuen, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Ich schätze sehr Ihre mühevolle Arbeit, Ihre anspruchsvolle Tätigkeit.
Jahrgang    , geboren in        , Kath. Ordensbruder, seit      in Rom, nicht im Vatikan.
Vielleicht haben Sie keine Zeit, aufgrund Ihrer vielfältigen Tätigkeit. Das wäre halt schade.
Doch da wir beide uns für die Wahrheit interessieren, sollte doch die nötige Kommunikation möglich sein.
Mögliche Erörterungspunkte:
– Katholische Kirche. Angemessener Sprachgebrauch. Unterscheidung zwischen dem aufrechten gläubigen Volk mit entsprechendem  in der Minderzahl befindlichem Klerus und der ideologischen, vorherrschenden „kommunistischen“ Fraktion, welche den Vatikan regiert
– Einzelfall Kard. Pell. Er verdient eine gerechte Darstellung in der Öffentlichkeit. Der Fall ist ein Beispiel, wie gute Leute, weil sie den dortigen Sumpf offenlegen wollten, von der dort herrschenden Mafia entsorgt wurden. Leider nur einer von vielen.
Wissend um Ihre gute Absicht, Ihnen und Ihren Mitarbeitern Gnade vom Auferstandenen Herrn Jesus.
(„Wir“ sind in Luftlinie nur   km entfernt vom Vatikan, geistig aber, von dieser Mafia, unendlich weit, wobei „wir“ leider nicht meine religiöse Gemeinschaft ist. Sie verstehen)

(folgt Abrede mit Telefonnummer)

 

MEINE ANTWORT

Sehr geehrter Herr        ,

Ihr Interesse freut uns!
Allerdings lässt mich Ihr Schreiben sprachlos zurück.
Die Institution Katholische Kirche ist seit ihrem Entstehen in schauderhafte Serienverbrechen verwickelt, dazu höre ich von Ihnen nichts, gar nichts. Allein die innerhalb dieser Institution hochgezogene Kinderschändungsindustrie müsste Sie erblassen und schweigen lassen – oder kämpfen wie ein wütender Stier.
Sie aber sorgen sich um einen Einzelfall, der zugegeben hat, dass er in den 70er Jahren Fehler im Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen katholische Priester begangen hat. Darf ich vermuten, dass aus der Karriere dieses umtriebigen Herrn Pell vermutlich nichts geworden wäre, hätte er in den 70er Jahren erkennen lassen, dass er ein treuer Jünger Jesu Christi ist?
Ich bin mir nicht sicher, ob Jesus Christus, wissend um die Folgen seines Tuns im Sinne Gottes unseres Herrn, heute erneut so auftreten würde wie vor mehr als 2.000 Jahren.
Da Sie eindeutig jünger sind als ich, bitte ich Sie, in sich zu gehen und nachzudenken, was Ihre Rolle bei der notwendigen Wiedergutmachung sein könnte. Bis Sie diese Aufgabe sichtbar und kraftvoll angegangen sind, verschonen Sie mich bitte mit Ihren Kontaktversuchen; weiterhin habe ich Ihnen nichts mitzuteilen – und will auch nichts von Ihnen hören.
Mit besten Wünschen und Grüßen
CRH
BV NM
zu Pell: 8:32
Grundsätzlich: Vatikan und Kindesmissbrauch: KW19-3 v. 2019-1-18