Unsägliche Debatte um judenfeindliche Äußerungen von Prof. Bhakdi

Bhakdi

I – 2021-9-12

Sehr geehrter Herr Hörstel,

gerne verfolge ich Ihre wöchentlichen Berichte zur politischen Lage in Deutschland und der Welt, da Sie über eigene Erfahrungen im Nahen Osten und Südasien verfügen. In den letzte Berichten erwähnen Sie die „judenfeindlichen Aussagen“ eines Mitglieds der Partei „die Basis“.

Da Sie öfter darauf zurückkamen, habe ich mir das Gespräch zwischen Prof. Bhakdi und Kai Stuhl, auf das Sie sich offensichtlich beziehen, angesehen und angehört, um mir eine eigene Meinung zu bilden. In dem 1 ½ stündigen Gespräch, das hauptsächlich das Thema Corona behandelte, beklagte Prof. Bhakdi u. a. die „Durchimpfung“ der Menschen in Israel, welche die dortige Regierung veranlasst. Er nannte das „die lebendige Hölle“ und er befürchtete das auch für Deutschland, da auch unsere Regierung eine „völlige Durchimpfung aller Deutschen“ anstrebt.

Mit seiner Kritik sprach er deutlich die Regierung Israels an und nicht die Juden. Im Gespräch findet man diese Stelle kurz vor dem Ende der ersten halbe Stunde – etwa ab Minute 25.

Ich verstehe seine Kritik der Regierung, die sich am eigenen Volk vergeht so wie Sie die israelische Regierung kritisieren, wenn sie die Palästinenser außerhalb angreifen.

Zur Verdeutlichung, dass er nur die Regierung Israels meint, erwähnt Prof. Bhakdi, dass er insbesondere die musikalischen Leistungen von Juden bewundere und jüdischen Musikern nachgereist ist, um ein Autogramm von Ihnen zu erhalten. Anschließend erläutert Prof. Bhakdi die medizinischen Hintergründe dafür, warum eine lebende Hölle eintreten wird, wie er es nennt. Frau Dr. Kahler hat ja in ihren Beiträgen die Ergebnisse ihrer verdienstvollen Untersuchungen zu Corona vorgetragen und auch vor den verheerenden Ergebnissen der mRNA Impfstoffe gewarnt.

Zusammenfassend meine ich, es ist nicht richtig und verleumderisch, Prof. Bhakdi Judenfeindlichkeit vorzuwerfen.

 

MEINE ANTWORT

Sehr geehrter Herr …

Ihr Interesse freut uns.

Hier allerdings scheinen mir Fragen Ihres Verständnisses der deutschen Sprache im Vordergrund zu stehen: Bhakdi sagte wörtlich – und die Anschauung des ganzen Interviews hilft ebensowenig wie der hübsche Meditationssitz des peinlich unsensiblen Interviewers:

 „Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war, und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land in etwas verwandelt, was noch schlimmer ist, als Deutschland war. … Das ist das Schlimme an den Juden: Sie lernen gut. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie. Aber sie haben das Böse jetzt gelernt – und umgesetzt.“

Laut Bhakdi:

  1. Hat das aus Deutschland geflüchtete „Volk“ das eigene Land in etwas verwandelt, was schlimmer ist als Nazi-Deutschland. Das ganze Volk. Nicht: die Regierung, das Gesundheitsministerium – nein: „das Volk“.
  2. Haben „die Juden“ das Böse gelernt. Nicht: die Regierung, das Gesundheitsministerium – nein: „die Juden“.

Ihre Angaben stehen damit im direkten Gegensatz zu den Tatsachen, zu den Bakhdi-Äußerungen – wollten Sie das so?: „Mit seiner Kritik sprach er deutlich die Regierung Israels an und nicht die Juden.“ Es geht immer darum, was Bakhdi gesagt hat, nicht, wen er Ihrer Meinung nach „angesprochen“ hat.

Wenn das keine rassistischen Vorurteile sind, was dann? Wenn Sie wohlmeinend erläutern, was Prof. Bhakdi gemeint haben könnte, stellen Sie einen Zusammenhang her, der bei Prof. Bhakdi nicht deutlich wird: Als Zuschauer frage ich mich, ob Bakhdi nach Einführung des kriminellen Corona-Regimes in Israel weiterhin jüdischen Künstlern hinterherreist – oder ob er diese luxuriöse Praxis inzwischen aufgegeben hat. Aber wichtig ist diese Frage für die Beurteilung der nachweislich antijüdischen Äußerungen nicht – denn diese Äußerungen sind weder aus dem Zusammenhang gerissen, noch kann die positive Erwähnung jüdischer Künstler die eindeutig antijüdische Kraft der Bakhdi-Äußerungen mindern, für mich eher im Gegenteil.

Ich hatte deshalb mehrfach öffentlich darum gebeten, dass Prof. Bakhdi sich äußert, dass die Partei sich distanziert – Fehlanzeige. Das ist unsäglich und politisch schädlich: Denn die Gegenseite äußert sich, immer wieder, und verhaftet die gesamte Corona-kritische Bewegung für diese gewaltige Fehlleistung. Das lassen wir uns selbstverständlich nicht gefallen.

Im Gegensatz zum Verhalten Bakhdis sind meine Äußerungen über die kriminelle, terroristische Unterdrückungspolitik Tel Avivs gegen Palästinenser absolut Rassismus-frei. Übrigens, auch wenn Sie das nicht erwähnen: Ich kritisiere Israels Regierung regelmäßig für deren kriminelle Corona-Politik. Und niemals spreche ich dabei von Juden, im Bereich der erwiesenen Unterdrückungstatbestände gegen Palästinenser allerdings von Zionisten und Zionismus. Und gerade in Deutschland wissen wir, dass es auch nicht-jüdische Zionisten gibt: beispielsweise den peinlichen Vorstandsvorsitzenden des umstrittenen Springer-Verlags: Dr. Mathias Döpfner.

Vielleicht gehen Sie noch einmal in sich – und stellen Ihren freien Geist gegen Ihre Bhakdi-Verehrung und „Basis“-Gläubigkeit. Und wenn Sie so fein unterscheiden wollen, werden Sie feststellen, dass ich Herrn Professor Bakhdi nicht grundsätzlich „Judenfeindlichkeit“ vorgeworfen habe, das wäre vermutlich nicht richtig, hoffe ich, sondern judenfeindliche Äußerungen: Das sind sie – eindeutig.

Und vielleicht erkennen Sie, dass diese auch ein wenig peinlich wirkende Verehrung für „jüdische Künstler“ praktisch nur die positive – aber ebenso rassistische – Vorstufe zu diesen negativen Vorurteilen ist, weswegen kluge Juden diese Art „Wertschätzung“ unwillig abwehren. Sie wissen was zu oft dahinter steckt – aus sehr trauriger Erfahrung mit den Bhakdis dieser Welt.

 

II – 2021-9-13

Sehr geehrter Herr Hörstel,

auch ich höre sehr gerne Ihre fast tägliche Kommentare und gebe Ihnen auch meist Recht. Aber finden Sie nicht auch, dass Sie hier etwas überreagieren? Ich habe auch zig Berichte von Herrn Bakhdi gehört und gesehen und habe dort mit keiner Silbe etwas von Judenfeindlichkeit gehört. Immer nur rein medizinisch, warnende Themen, wodurch uns ja wohl allen erst die Augen geöffnet wurden. Daher muss ich auch dem Schreiber der Basis hier mit seiner Erklärung beipflichten. Herr Bakhdi ist in meinen Augen ein sehr netter, die Menschheit liebender Mensch, und hat solche Verstümmelungen nicht verdient.

 

MEINE ANTWORT

Sehr geehrter Herr …

Ihr Interesse freut uns.

Vor etwa 13 Monaten habe ich vermutet, dass etwas mit der Basispartei nicht stimmt, weil das Parteilogo + die T-Shirts fertig waren, bevor es die Partei überhaupt gab.

Auch ich habe am Anfang viel von Herrn Professor Bakhdi und seiner Arbeit gehalten – und diese deshalb häufig sehr gelobt.

Dann kam die erste Ernüchterung mit der Tatsache, dass Bakhdi dem unwissenschaftlichen Phantasiegebilde „Virus“ anhängt, auch dann, wenn er merkt, dass die Frage zusätzlich zur wissenschaftlichen Brisanz hoch politisch wird. Immerhin ist ja die Viruslüge eins von zwei entscheidend wichtigen Standbeinen des globalen Pharmakartells, ich spreche wegen des kriminellen Verhaltens dieser Konzerngruppe auch von „Pharmamafia“.

Die antijüdischen Äußerungen haben mich wie ein Schlag getroffen, ich habe öffentlich mehrfach geradezu gebettelt, man möge das irgendwie „geraderücken“. Nichts.

Zuletzt kam meine Recherche zur finanziellen und professionellen Medien-Unterstützung der Basispartei durch die staatsnahe Firma „OvalMedia“. Obendrauf die Tatsache, dass die Basispartei jetzt die Klimalüge prominent mitvertritt.

Und damit ist für mich die Schonzeit beendet; wir lassen uns nicht durch den Kakao ziehen, auch nicht von ehemals reputierten Professoren oder positiv gestarteten Parteien.

Seit 20 Jahren höre ich, ich „reagiere über“. Inzwischen ersaufen wir in Korruption. Und Massenmord. Und immer wieder höre ich, meine Berichte/Analysen seien ja so gut – aber: Und dann kommt der Einzelfall, den jemand anders sieht.

Der eine schreibt: „verleumderisch“, der nächste, Sie, heute: „verstümmelt“.

Bitteschön. Ich werde den Druck einstweilen erhöhen.