Afghanistan: 45 Jahre Unheil durch US-Politik

afghanistan-unheil

Für Washington war alles klar, 1974. Pakistan bekam das Recht, eine eigene Atombombe zu entwickeln und die Technologie weltweit in islamischen Ländern zu vermarkten – und musste dafür Trainingslager für Mudschaheddin einrichten, die durch Terrorangriffe in Afghanistan den wachsenden Einfluss aus Moskau unterstützter Kommunisten eindämmen sollten. Gulbuddin Hekmatjar, Gründer und Chef der Islampartei (Hezb-i Islami) Afghanistans, jetzt erneut ein Bewerber um die Präsidentschaft, gehörte damals zu den ersten Absolventen solcher Trainingseinrichtungen – diesem Autor* zeigten Absolventen in den 80er Jahren ihre pakistanischen Ausweise. Außerdem erhielt Pakistan milliardenschwere Finanzunterstützung, etwa 78 Milliarden US$ (Währungswert 2016) seit der Unabhängigkeit allein von den USA. Insgesamt jedoch dürften sich die Gesamt-Zuwendungen aus aller Welt und allen Institutionen an „Das Land der Reinen“ (Übersetzung des Ländernamens) auf etwa eine Billion US$ belaufen – wovon viel in der grassierenden Korruption verschwand. Dafür zahlt Pakistan heute pro Jahr sechs Milliarden US$ Zinsen – und bemüht sich, bislang vergeblich, um Entschuldung. Der neue Präsident Imran Khan versucht heldenhaft, dieses und andere Probleme zu beseitigen – und je ernsthafter er dies versucht, desto größer die Gefahr für sein Leben und das seiner Familie. Damit unterscheidet sich Pakistan nicht wesentlich von den USA oder Deutschland – nur das Funktionieren der Korruption ist anders.

Dieser „Problem-Komplex Afghanistan“ ist ohne den von der Weltmacht USA von den britischen Kolonialvorgängern ererbten Kaschmir-Konflikt um die mehrheitlich traditionell islamische Provinz zwischen den beiden „ewigen Widersachern“ Indien und Pakistan auf dem Subkontinent nicht denkbar: Das britische Empire hat weltweit solche Grenzprobleme absichtlich geschaffen, um andere Nationen und Völker durch Dauer-Konflikte zu schwächen. Deutsche kennen das aus der Trennung Ostpreußens vom übrigen Reichsgebiet durch den Danziger Korridor für den bevorzugten Partner Polen – und zielsicher entzündete sich dort der durch London intensiv geförderte Zweite Weltkrieg.

Jedenfalls sieht Pakistans Militär, das die Politik am Hindukusch traditionell beherrscht, in Afghanistan ein strategisches Rückzugsgebiet im Krisenfall um Kaschmir. Dass beiderseits der afghanisch-pakistanischen Grenze der höchst eigenwillige Stamm der Paschtunen lebt, fördert diese eigennützige Absicht, von der auch afghanische Paschtunen nicht immer und vollkommen begeistert sind.

Der anti-sowjetische, anti-kommunistische Widerstand in Afghanistan richtete sich gegen politische und soziale Reformen aus Kabul, suchte die säkular und westlich ausgerichtete Regierungspolitik einzudämmen: Bei tief in örtlich geprägten religiösen Vorstellungen lebenden afghanischen Bauern waren westliche, freizügige und weniger religiös ausgerichtete Lebensgewohnheiten der Hauptstadt höchst verdächtig. Und hier setzte die CIA-gesteuerte US-Politik erfolgreich an. Islamisch motivierten Widerstand hatte man sich seit den 60er Jahren mit Propaganda-Hörkassetten aus Ägypten herangezogen – auch dort eine Operation, an der die CIA mitwirkte, um den prosowjetischen „Nasserismus“ des charismatischen ägyptischen Präsidenten zu bekämpfen. Hätten die (pro-)kommunistischen Kräfte sich mit den sozial ausgerichteten islamischen Fundamentalisten zusammengetan – die Weltgeschichte währe anders verlaufen, nicht nur in Nah- und Mittelost, in der arabischen oder der asiatischen Welt. So aber zwang das politische Scheitern der lediglich 6.000 afghanischen linientreuen Kommunisten die Sowjetmacht über die Beistandspflicht unter Brudervölkern in die Besetzung, Weihnachten 1979 – und Washington jubelte; selbstverständlich heimlich. Offen kritisierte man scharf, was seit jeher Kennzeichen jeder amerikanischen Außenpolitik ist: Truppeneinmarsch, Unterdrückung, Einmischung mit dem Ziel unangefochtener Dominanz.

Zehn blutige Jahre später zogen die sowjetischen Truppen sich zurück – und in Afghanistan brach das blanke Chaos aus. Waren schon die Widerstandsgruppen mit Sitz im pakistanischen Peschawar und im Iran sich nie wirklich einig gewesen, so sorgten amerikanische, britische und französische Einflussnahmen im Konkurrenzkampf untereinander und gegen Gefolgsleute pakistanischer, iranischer und russischer Kräfte für dauerhaften Zwist in Afghanistan. Schwächere Nationen wären daran endgültig zerbrochen – nicht die afghanische, so sehr Fachleute sich darüber wundern mögen.

Schließlich, ab 1992 kamen neue Kräfte auf, die sich auch gegen die älteren Gruppen aus dem antisowjetischen Krieg durchzusetzen begannen. Zu diesen zählten auch die Taliban. 1993 besuchte dieser Autor den damaligen afghanischen Premierminister Hekmatjar in dessen Amtssitz in Chaharasyab bei Kabul. Hekmatjar wollte wissen, wie er mit US- und Pakistan-unterstützten islamisch ausgerichteten neuen Milizen umgehen solle. Der Autor riet ihm, nicht den Kampf sondern den Ausgleich zu suchen, notfalls sogar die schweren Waffen kampflos zu übergeben, weil gegen den Willen Islamabads und der CIA ohnehin kein Durchkommen sei – und nur Angehörige der islamischen Bewegung sich gegenseitig massakrierten – dies sei das heimliche Ziel der US-Politik: Muslime töten Muslime, je mehr desto besser. Auch bekam Hekmatjar Kritik wegen Beteiligung am Drogenhandel – was den befreundeten Dolmetscher und Islampartei-Vorständler im Nebenraum in fürchterliche Schwitzattacken brachte: Er war klatschnass, als die Audienz zuende war. Scharfe und erfolgreiche Anti-Drogen-Politik wurde später ein Markenzeichen der mit Pakistans Hilfe überlegenen Taliban – Drogenpolitik ist seitdem auch ein bewährtes Refinanzierungsmittel der CIA geworden, der couragierte US-Professor Alfred McCoy hat diesem Thema sein Lebenswerk gewidmet.

Hintergrund der US-Entscheidung war, dass Washington unbedingt und durch US-Firmen eine Doppel-Pipeline für Öl und Gas aus den ehemaligen Südrepubliken der früheren Sowjetunion über Afghanistan und Pakistan an den dortigen Hafen Gwadar und nach Indien bauen und verwalten lassen wollte, alles selbstverständlich unter voller US-Kontrolle. Der Plan war auch deshalb wichtig, weil er China die entsprechenden Ressourcen unbedingt vorenthalten wollte. Außerdem ging es um die Verunsicherung nicht nur der innerrussischen Verhältnisse durch aus Afghanistan radikalisierte Muslime (Tschetschenien!), sondern um CIA-gesponserten Terror weltweit, Osama bin Laden hatte bis 1998 ein eigenes Büro in der US-Botschaft in Islamabad (!) –  und die Einkreisung des Iran. Doch die Taliban gehorchten nicht, wollten den geforderten Weltbank-Kredit für das Bauvorhaben nicht aufnehmen und sich nicht strangulieren lassen wie Sponsor Pakistan – und auf der Westseite des Iran ließ sich auch Iraks Präsident Saddam Hussein nicht korrumpieren.

Daraufhin kam der deep state in den USA bereits unter Clinton auf den Gedanken, mit einem großen fingierten Terroranschlag einen Anti-Terrorkrieg weltweit anzuzetteln – und damit zahlreiche Länder zu überziehen. Die Namensliste der beteiligen US-Persönlichkeiten ist heute noch relevant, US-(Un)Sicherheitsberater Bolton einer der Oldtimer des Geschäfts. Doch Clintons frühe Bereitschaft, hier mitzuspielen, sicherte „seiner“ Demokratischen Partei nicht den Präsidentenjob. George W. Bush sollte es machen. Erst wurden 2001 die Taliban vertrieben; der Autor ist Augenzeuge, weil er als einziger westlicher Journalist nach 9/11 von den Taliban ein Journalistenvisum erhielt, auf persönliche Vermittlung Hekmatjars, der sich bereits im Sommer heimlich mit den Taliban ausgesöhnt hatte. Die US-Luftwaffe sorgte durch militärisch sinnlose reine Terror-Luftangriffe, unter anderem auf das große Rotkreuz-Hospital in Kabul, dafür, dass die afghanische Bevölkerung die ISAF-Mission der Nato-Staaten nicht als Befreier begrüßten. Die von den Briten verwaltete Provinz Helmand entwickelte sich zum Zentrum der neuen Heroin-Produktion in der Nach-Taliban-Zeit – und dies, während Großbritannien offiziell in der ISAF für Drogenbekämpfung zuständig war. Helmand lieferte bald allein 93% des Welthandels. In legalen Wirtschaftsbetrieben wäre eine derartige „Marktmacht“ dies nicht möglich, die Nato deckt den Drogenbereich jedoch ab. Als zeitweiliger alleiniger Coach im Fach Landeskunde für ausgewählte Führungskräfte der Bundeswehr am Zentrum innere Führung der Bundeswehr (ZInFü) mit Sitz in Koblenz in den Jahren 2006/7 musste der Autor seinem uniformierten Publikum für Drogentransporte in Afghanistan komplettes Kontroll- und Angriffsverbot vermitteln.

2006 lehnten es die USA ab, mit Hilfe örtlicher Kräfte die ursprünglich geplante Doppelpipeline durch ehrliche Verhandlungen mit regionalen und örtlichen Kräften absichern  zu lassen – und selbst zu finanzieren; Afghanistan hätte aus den Durchleitungsgebühren ein dringend benötigtes Einkommen abseits des Drogengeschäfts erzielen können. Doch Washington hatte das gesamte Konzept konstruktiver Politik offenbar längst und endgültig verlassen. Ein 2007 für Afghanistan erstellten Friedensplan des Autors für Afghanistan fand Zustimmung bei den Taliban und bei der afghanischen Präsidialverwaltung unter Karzai sowie einer Reihe zu Testzwecken angesprochener Ministerien in Kabul. Jedoch die Nato lehnte den Plan ab – sogar noch 2010. Auch die Einsicht, dass für das geschundene Land nur dann innere Ruhe zu erreichen ist, wenn die Besatzungskräfte aus einer Position der Stärke heraus abziehen und die Wünsche des afghanische Volkes für die Nachkriegszeit langsam, vorsichtig und im ständigen allseitigen Konsens bereits frühzeitig und ehrlich implementieren helfen, brachte keinen Fortschritt. Der Grund muss nun nach so vielen Jahren absichtlicher Chaos-Politik am Hindukusch klar sein: Auch hier kann und will der Westen, anders als das britische Kolonialreich und in Abkehr von Versuchen noch in Vietnam, kein solides System mehr stützen, sondern nur noch Zersplitterung, Gewalt und wachsende Unfähigkeit zur Selbstverwaltung fördern. Nur so ist die Politik des Großflächen-„regime change“ in Nordafrika und Syrien ab 2011 erklärbar, mit ihren katastrophalen Folgen für Libyen und Syrien. Irak war nur der Testfall dafür: Seit dem kriminellen Angriff durch die UN-seitig nicht legitimierte „Koalition der Willigen“ unter Washingtons Führung 2003 kommt das Land nicht zur Ruhe – offenbar absichtlich.

So soll auch Afghanistan nicht zur Ruhe kommen. Schließlich will Washington unter allen Umständen verhindern, dass Iran einfach quer durch Afghanistan erfolgreiche Pipelines nach China verlegt, die geplante Embargo-Politik gegen Peking behindert und dabei noch Geld verdient. Hier liegt auch ein wichtiger Grund für die ständigen Angriffspläne gegen Iran seitens Washington. In diesem Zusammenhang ist die Weigerung der USA, sich mit Russland über eine gemeinsame Politik in Afghanistan zu verständigen, absolut folgerichtig. Im Gegenteil. Washington fördert die Ansiedlung der nächsten, noch radikaleren Islamistentruppe in Afghanistan: IS. Das ist nun schon die dritte CIA-Züchtung, die hier in 45 Jahren stattfindet: Erst Hekmatjars Islampartei und andere – wie beispielsweise im Pandschirtal Ahmad Schah Massoud, um dessen Gunst sich die britischen und französischen Dienste stritten; dann die Taliban, jetzt IS.

Washingtons Wehklagen über Trumps Abzugspläne sind als reine Show zu betrachten: Es geht immer nur darum, Afghanistan daran zu hindern, ein geordneter Staat zu werden. Taliban-Häuptling „Mullah Dadullah“ brachte mit voller CIA-Duldung 47 Stammeshäuptlinge um. Erst als er jedoch seine persönliche Sicherheitslage dadurch zu verbessern suchte, dass er sich im Westen durch Exklusiv-Interviews, unter anderem auf Bestellung des Autors durch einen leider unzuverlässigen Journalisten, verlor er sein Leben. Das gesamte „Taliban-Konzept“ wird nur dann verständlich, wenn bekannt ist, dass die CIA am Hauptsitz der Taliban in Pakistan, in Quetta, ein großes Büro unterhält. So etwas nennt man bei uns im deutschen Verwaltungsjargon den „kleinen Dienstweg“. Das berühmt-berüchtigte Haqqani-Netzwerk der Taliban besitzt den logistischen Vorzug, in Islamabad ganz offen eine große „Niederlassung“ zu betreiben. Schaden nimmt dabei nur, wer wirklich Frieden machen will, wenn Washington dies gerade nicht vorhat, wie der frühere stellvertretende Taliban-Verteidigungsminister Mullah Abdul Ghani Baradar. Wenn derart glaubwürdige Persönlichkeiten ins Spiel gebracht werden, hat das oft nur den Beweggrund, dass Washington deren Glaubwürdigkeit in der „großen Verhandlungsshow“ beschädigen möchte, damit nicht  plötzlich eine Führungskraft auftaucht, die Washington nicht oder nicht ausreichend kontrollieren kann. Unter diesem Umstand wurde 2002 der damalige Vizepräsident Haji Abdul Qadeer mit US-Zustimmung ermordet – wie bereits sein populärer Bruder Abdul Haq Ende 2001.

Wie konstruktive Politik für Afghanistan aussehen könnte, hat das russische Außenministerium vor einigen Tagen mit einer großen Konferenz bewiesen, die Taliban-Führungskräfte und Kabuler Regierungspolitiker an einen Tisch brachte. Plan und Ausführung waren so gut, dass Washington nur lahme Proteste blieben – und zähneknirschendes Zugeständnis wachsenden russischen und chinesischen Einflusses. Vermutlich auch deshalb hat Washington nun festgelegt, dass man sich nicht am 25. Februar im katarischen Doha trifft, sondern bereits am 18. und in Islamabad.

Was die Beurteilung der afghanischen Präsidentschaftswahlen angeht, so muss klargestellt werden, dass der derzeitige Amtsinhaber, Ashraf Ghani, kaum Chancen hat, selbst wenn er gewählt werden sollte: Sein Name ist durch seine Amtsführung von Washingtons Gnaden endgültig beschädigt. Deshalb erscheint es leichter, eine Reihe von Beurteilungskriterien aufzustellen, die den Blick auf die Dinge klären – in der Reihenfolge ihrer Bedeutung. Auch gilt es den Blick zu weiten. Über der Wahl ziehen die Nato-Truppen ab – und dann gibt es kein Regierungshandeln mehr ohne Taliban: unabhängig davon, ob diese nun knapp 50% des Landes beherrschen (USA) – oder 70 (Russland). Auch sind Taliban längst kein monolithischer Block mehr. Kurz: Das Land wird vermutlich ins Chaos fallen, wie von Washington gewünscht.

  1. Afghanistan ist heute, nach 45 Jahren US-gesteuerter Unruhe und innerer Aushöhlung, ein nach vielen Kriterien mehrfach zersplittertes Land: religiöse Ansichten, Ethnien, politische Richtungen, örtliche Bindungen, persönliche Erlebnisse. In den Familien und Clans, auch bei den Paschtunen, gibt es viele Differenzen. Wie sich einzelne politisch entscheiden, hat oft mit ganz unterschiedlichen Motiven zu tun – und kann sich kurzfristig ändern.
  2. Stimmenkauf ist in Afghanistan wie anderswo üblich – und wird stark genutzt. Dies fällt manchen Akteuren umso leichter, die am Drogenhandel erheblich mitverdient haben.
  3. Interessierte Länder wie USA, Pakistan, Indien, Iran und China – aber auch Großbritannien, Frankreich und Deutschland, sogar die Türkei, Japan und Australien, werden niemals aufhören, sich in Afghanistan einzumischen, wenn dies nicht durch eine entsprechende internationale Konferenz mit glaubwürdigen internen und externen Mechanismen abgesichert wird. Auch so ist zu verstehen, dass viele vor einem zu frühen Truppenabzug warnen. So wird auch mit entscheidend sein, welche Kandidaten welche ausländischen Regierungsinteressen auf ihrer Seite fest verbuchen können.
  4. Es erscheint kaum möglich, dass ein Nicht-Paschtune sich dauerhaft als Präsident etablieren kann, wegen der ethnischen Mehrheitsverhältnisse. Jedoch sind auch allerhand institutionelle Sonderkonstruktionen immer denkbar und vermutlich auch durchsetzbar, um Schwierigkeiten zu umschiffen.
  5. Die gesamte Wahlorganisation ist bereits jetzt derartig gestört, dass fraglich erscheint, wie nach einem Abzug mindestens der Hälfte der US-Truppen – und vermutlich entsprechend auch der übrigen Nato-Mitgliedskontingente – noch eine brauchbar aussagekräftige  Wahl veranstaltet werden kann.

Russland sollte nicht enttäuscht sein, wenn als angenehm empfundene Kandidaten nicht gewählt werden – und wäre bestens beraten, sich insgesamt zurückhalten, solche Kandidaten überhaupt namentlich zu benennen: Denn das könnte unverzüglich ein Ablehnungskriterium für afghanische Wähler sein, soweit dieser Vorgang in Afghanistan bekannt würde. Russland hat eine ziemlich beneidenswerte Lage: Nach der klugen Konferenz in Moskau kann eine Strategie der Glaubwürdigkeit im Sinne aller Afghanen öffentlich kommuniziert und eingehalten werden: der „ehrliche Makler“. Dafür müssten die Beziehungen zu den Taliban und den Paschtunen sowie zu Pakistan ausgebaut und die Abstimmung mit Indien, Iran und vor allem China gesucht werden. Fazit: Es gibt hochwertige strategische Chancen für russische Außenpolitik in Afghanistan abseits der gewaltigen Missverständnisse, Fehler und bösen Absichten der jetzigen US-Außenpolitik.

 

Russisches Original:

 

*Veröffentlichungen

Sprengsatz Afghanistan, München, 2007

Brandherd Pakistan, Berlin, 2008

Afghanistan-Pakistan: Nato am Wendepunkt, Berlin, 2010