Iran

USA und die zionistische Einheit verstärken aggressiven Kurs – Christoph Hörstel 2026-6-7

Tehran vor Richtungsentscheidung

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Nach zwei von USA und Israel verübten Überfällen steht Iran als Sieger vor einer historischen Entscheidung.

  1. Libanon

Am Donnerstag haben die USA den Libanon in Washington gezwungen, mit Israel einen nicht durchführbaren Rahmen für die Umsetzung eines komplett ungerechten Waffenstillstands zu akzeptieren. Das ging nur, weil Washington Hisbollah als Terrorgruppe bezeichnet und politisch ausgrenzt. Diese ungerechten „Verhandlungen“ fanden in Washington statt, im Weißen Haus. Die Fotos zeigen im Verhandlungsraum Tische im Rechteck, die Hälfte leer: wunderbar symbolisch. Trump hat im steten Gehorsam gegenüber Netanjahu dafür gesorgt, dass Israel für seine Aggression gegen Libanon nunmehr zusätzlich eine Art Freibrief hat. Das liegt nicht im eigentlichen amerikanischen Interesse.

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Die Washingtoner Zwangsvereinbarung sieht vor, dass der Waffenstillstand an die Bedingung geknüpft ist, dass Hisbollah ihre Angriffe vollständig einstellt und alle Hisbollah-Kämpfer aus den Gebieten südlich des Litani-Flusses abzieht – eine klare Unterwerfungsentscheidung der schwachen Libanon-Regierung unter Israel. Aber Washingtons weltferne und unintelligente Zwangsvereinbarung enthält darüber hinaus die beschleunigte Einrichtung von „Pilotzonen“, in denen die libanesischen Streitkräfte die ausschließliche Kontrolle über das Gebiet übernehmen sollen, wobei alle nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen ausgeschlossen sind. Das richtet sich in einer Weise gegen Hisbollah, die nur zum internen Krieg in Libanon führen kann, wenn die „libanesische“ Regierung dies praktisch umsetzen wollte, weshalb sie das vermutlich nicht wagen wird. Damit geht jedoch das Bomben und Morden offenbar weiter, in einem quasi-legalen Rahmen – für alle US-Vasallen und von Israel unterwanderten Regierungen.

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Diese Washingtoner Vereinbarung ist offenbar illegal. Der weltweite Rechtsgrundsatz für alle Verträge lautet: Niemand darf gezwungen werden, Verträge abzuschließen, die ihn ruinieren.

Israel nutzt diese illegale Vereinbarung, um mit ständigen Beschießungen und Bombardements auf Libanon und Gaza sowie Verwüstungs- und ethnischer Säuberungspolitik im Westjordanland die Groß-Israel-Zielsetzung weiter voranzutreiben – trotz Kriegsniederlage gegen Iran. Denn die aggressiv-zionistische Einheit schließt Vereinbarungen nur als Feststellung eines erreichten Ist-Zustandes. Die Tinte ist noch nicht trocken, da bricht diese Einheit bereits den eben geschlossene Vertrag und greift nach weiteren Beutestücken.

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Hisbollah hingegen hat in einem fairen und gerechten Lösungsvorschlag zugesichert, Nordisrael nicht anzugreifen, wenn Israel Südlibanon räumt. Das trägt auch der Iran mit. Wir, DIE NEUE MITTE in Deutschland, viele andere Menschen und manche Regierungen weltweit unterstützen das.

Es wird erwartet, dass beide Seiten in der Woche ab dem 22. Juni die Gespräche für eine umfassende Vereinbarung wieder aufnehmen.

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2. Irans Chance

Israels Plan war, 500.000 Schiiten in Beirut Dahiya zu töten oder zu vertreiben. Dann müsste Iran Israel angreifen, so kalkulierte man wohl in Tel Aviv, um das Morden zu stoppen, daraufhin müssten die USA dann Israel zu Hilfe kommen.

Doch der Iran ließ es nicht so weit kommen, hat am Montag für den Fall eines israelischen Massakers in Beirut mit Waffeneinsatz gedroht und die indirekten Gespräche mit den USA über Pakistan abgebrochen. Eine Stunde später hat Trump angeblich wütend Netanjahu angerufen und beschimpft. Gemeldet hat das die Agentur Axios – die gehört jedoch Israel. Israel wollte also, dass die ganze Welt denkt, Trump hat Netanjahu wüst gemaßregelt.

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Damit ist erst einmal Israels großer Beirut-Vernichtungsplan auf den ersten Blick gescheitert. Aber jetzt kommt Israel, wie Israel funktioniert, wie der ganze Zionismus funktioniert, seit bald 120 Jahren. Israel ist schließlich ein europäisches Kolonialprojekt der britischen „“Bannerman-Kommission“ von 1907 mit sieben europäischen Kolonialstaaten: Britannien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Portugal, Spanien, Italien: aggressiv, unfähig zur Einigung, mit Endziel Groß-Israel und Unterwerfung von 90 Millionen Arabern. Ohne Atomwaffen ist das nicht zu schaffen. Israel läuft derzeit also in der ganzen Region geradezu Amok. Indirekte Verhandlungen mit Islamabad, ja oder nein: Israel mordet und vergrößert sein Gebiet. Überall, jeden Tag – und Washington liefert jeden benötigten Nachschub. Immer und zuverlässig. Bis nicht nur im Iran oder in der islamischen Welt, sondern in der ganzen Welt irgendwann das Maß voll ist – und dies nicht nur wegen des überlangen absurden amerikanischen Rückzugsgefechtes am Golf und der Straße von Hormus zu Lasten der gesamten Weltwirtschaft und von Milliarden Menschen.

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Die Welt hat verstanden, wer sich als Weltpolizist für unentbehrlich hält, in Chaos und Krisen führt und alle anderen für eine regelbasierte Weltordnung zahlen lässt, die besagt: USA und Israel, ich spreche wegen der derzeitigen Einheit von USrael, die dürfen alles.

Weltweit wachsen deshalb Wunsch und Hoffnung: Iran möge eine regionale Ordnung einrichten, die Ruhe, Verlässlichkeit, Sicherheit und folgende drei faire Grundregeln bietet, die wir, DIE NEUE MITTE, und weltweit Regierungen und viele Menschen unterstützen:

  1. mit Augenmaß und Festigkeit den Schiffsverkehr durch Hormus weiter zu stärken, für 2 mio US$ in Yüan oder Kryptowährung pro Schiff. Hier könnte Iran zu einem späteren Zeitpunkt auch mit USrael verbundene Schiffe gegen Bezahlung durchfahren lassen, unter folgenden fünf Bedingungen:

1.1 Israels Abzug aus dem Libanon und Gaza

1.2 Ende der Gaza-Blockade

1.3 Ende der Übergriffe und Land-Diebstähle im Westjordanland und Ost Jerusalem.

1.4 Ende der Sanktionen gegen Iran

1.5 Rückgabe von 12 Milliarden US$ der 24 eingefrorenen iranischen Dollar-Milliarden.

Solange diese fairen Bedingungen nicht erfüllt sind, kommen Schiffe mit USrael-Anbindung nicht durch Hormus. Iran hat jedoch auch ein Recht auf Reparationen wegen der BEIDEN kriminellen USrael-Angriffe gegen Iran im Juni und Februar.

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  1. Solange Israel die Punkte 1.1 bis 1.3 nicht erfüllt, wird Israel bombardiert. Damit nimmt Iran die Stellung ein, die er sich in den letzten beiden Kriegen mit hohem Einsatz kraftvoll und verdient errungen hat. Die Welt, sogar der chaotische und geistig unsichere, ethisch verirrte Westen, erwartet das. Das Risiko ist gering: Die Überlegenheit der iranischen Waffen bleibt, hoffentlich bei besserer iranischer Luftabwehr.

Israel etwas früher die Grenzen zu zeigen, rettet ganz einfach Menschenleben und unterbricht den Teufelskreis der israelisch-amerikanischen Politik zum Nachteil des gesamten Nahen und Mittleren Ostens, der weltweiten Wirtschaft und Finanzen. Irans weltpolitische Position wird gefestigt, vor allem aber: der Frieden in der ganzen Region und weltweit – mit Ermunterung an die Freunde Russland und China.

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Die Lehrbücher sagen: Wenn die Menschen zum Kriegseintritt drängen – dann soll man zögern, bis die (große) Mehrheit diesen Schritt leidenschaftlich fordert, weil die andere Seite zu furchtbar agiert. Israel hat schon mehr als 30 Libanesen pro Tag getötet – und wird fortschreiten, seine eigenen Blutrekorde brechen, immer wieder. Irgendwann wird Israel auch Beirut angreifen, ungeachtet der iranischen Position – auch US-Oberstleutnant Anthony Aguilar von der Elitetruppe „Green Beret“ mit 25 Jahren Kriegserfahrung, ist sich da sicher, genau wie ich auch und sehr viele mehr. Weil es in der satanistisch geprägten Gründerstruktur dieses Landes liegt und seiner unverändert aggressiven Natur.

Zögern tötet mehr Menschen als unbedingt nötig und verschafft USrael unverdiente Vorteile.

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  1. Sollten die USA wieder Iran angreifen oder die Hormus-Schifffahrt stören, werden ihre Positionen in Westasien bombardiert, einschließlich ihrer Schiffe.

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3. Positive Entwicklung

Am Mittwoch stimmte das US-Repräsentantenhaus trotz Mehrheit der Republikaner mit 215 zu 208 Stimmen gegen Trumps Irankrieg. Das hat vorerst nur symbolischen Wert. Ein tatsächliches Kriegsende können nur Mehrheiten in beiden Häusern des US-Kongresses erreichen – gegen das Präsidenten-Veto.

https://www.spiegel.de/ausland/donald-trumps-irankrieg-ein-gesetz-aus-dem-vietnamkrieg-soll-dem-praesidenten-grenzen-setzen-a-7565c300-0283-40df-b225-13f07efc966b

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Sogar Trump selbst hat seine Vernichtungsrhetorik gegen Iran gemildert. Laut dem ehemaligen langjährigen CIA-Analysten Larry Johnson hat die mögliche Existenz einer iranischen Nuklearwaffe Washington zum Umdenken gezwungen. Für DIE NEUE MITTE hatte ich bereits am 21. Mai live im Interview bei PressTV unsere Unterstützung für Irans mögliche künftige Entscheidungen zur Atompolitik bekanntgegeben, einschließlich Atomwaffen. Iran transformiert USraels Aggression ständig sehr geschickt in strategische Positionsgewinne.

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Am 4. Juni berichtete Johnson über ein wichtiges Gespräch des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif in der vergangenen Woche auf einer nicht abhörsicheren Leitung: absichtlich, damit die USA zuhören konnten. Dabei informierte Präsident Peseschkian über ein dreistufiges strategisches Ultimatum, das Iran den USA stellen wird, falls die USA ihre Angriffe gegen Iran fortsetzen:

  1. Sofortiger Rückzug aus den laufenden Atom-Friedensgesprächen.
  2. Völlige Aufgabe des weiteren Nuklearvertragsrahmens.
  3. Detonation einer Atombombe auf iranischem Boden, nicht als Kriegswaffentest, sondern als unbestreitbare Demonstration souveräner Fähigkeiten und ultimativer Kontrolle über die Eskalationsleiter.

https://de-rtnews.com/meinung/282187-bestaetigt-donald-trump-glaubt-dass-iran-die-bombe-hat/

Seitdem haben die USA schon wieder Qeshm und den Hafen Sirik bombardiert.

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USrael wollen offenbar wissen, ob Iran Wort hält. Die Welt wird, wie auch wir, eine angemessene iranische Antwort entlang der genannten Positionen mit erfolgreicher Eindämmung bis hin zum Ende des regionalen USraelischen Vernichtungskrieges unterstützen.

Berlin, 7. Juni 2026

Christoph Hörstel

Bundesvorsitzender DIE NEUE MITTE, Friedenskreis Deutschland

Dieser Beitrag entstand heute für die Tehran Times 

https://www.tehrantimes.com/news/527114/US-and-Zionist-entity-intensify-aggressive-course