Russland: Szenario der Konzernmafiosi für Unterwerfung und Ausbeutung – oder Krieg

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Der Rubel-Absturz der letzten beiden Tage war spektakulär: Der Rubel verlor ein Drittel gegen Euro und US-Dollar. Vor einem Jahr waren 100 Rubel noch 2,24 Euro wert,  jetzt gerade noch etwas über einen Euro. Faszinierend: Tatsächliche Hosenknopf-Währung ist der US-Dollar – doch der weltgrößte Flächenstaat mit den weltweit größten Energierohstoff-Reserven sieht seine Währung gegenüber diesem Globalbetrugshosenknopf, Fachwort: Weltleitwährung, abstürzen. So schön kann Schmarotzertum der Spekulanten im Zusammenspiel mit einer multikriminellen Hypermacht funktionieren. Selbstverständlich gehört das abgeschafft – und das Banditentum in den Knast. Ganz ähnlich sieht es mit den Öl- und Gaspreisen aus: künstlicher Absturz. Kaum ein Lieferant bremst – also verlieren alle – und keiner kann sich das wirklich leisten, einige immerhin besser als andere. Insgesamt jedoch sind besonders diejenigen Staaten schwer getroffen, die bisher ganz wesentlich von ihren Rohstoffen gelebt haben: Russland, Iran, Venezuela, hier vor allem die letzteren beiden – zur hellen Freude Washingtons. Da können die USA einen Dämpfer für ihre ohnehin schon knirschend einknickende Fracking-Mafia durchaus verkraften.

„Der gewollte Absturz“ jubelt die „Süddeutsche“ über den Rubel-Verfall – sagt jedoch selbstverständlich nicht klipp und klar, WER diesen Absturz will und WIE er gemanagt wird. Immerhin zeigt sich das Blatt zufrieden, dass die westlichen Sanktionen Wirkung zeigten. Das ist deshalb unfassbar, weil, wie die „Süddeutsche“ selbstverständlich verschweigt, diese Wirkung mit Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe auch in Westeuropa spürbar wird – und soeben die Konjunktur in den Abgrund zerrt. Um es kurz zu sagen: Der Westen mit seiner platzenden Finanzblase kann sich irgendwelche Krisen und Sanktionsmuskelspiele gar nicht leisten. Schon kommen diese Nachrichten, die noch jedem großen Crash vorausgingen und gern überhört und verdrängt werden: Mit einem 50%igen Wertverlust müssten die Aktienbörsen rechnen, meldet sich ein Experte zu Wort, der einen Ruf als Crash-Frühwarner hat, von 2008, Mark Spitznagel. Anleger und Multimilliardär Warren Buffet laufe schon im Notprogramm.

Kommt der Crash? UNAUSWEICHLICH, dazu ist die durch Realwerte nicht mehr gedeckte Finanzblase viel zu groß. Dabei versucht das mafiotische Netz der Finanzhaie, ein langsames Abschmieren zu erzeugen, das noch möglichst viel an Werten mit sich nehmen kann. Die Boni-süchtigen Großverdiener kämpfen um jeden Tag Fortzahlung. Bisheriger Wissensstand: Um die westlichen Regierungen gefügig und den Griff in das Steuersäckel machbar zu halten, wird ein riesiges Erpressungsszenario aufgezogen: Wenn die Politiker im Ausbeutungsspiel nicht mitziehen, wird der Globus an mindestens drei Stellen angezündet: Nahost mit Israel und Nachbarn, Mittelost  mit Irak, Iran und Türkei, evtl. noch mit dabei: der Golf-Kooperationsrat, mächtigstes Mitglied, hoch gerüstet: Saudi-Arabien; und natürlich die Ukraine, wo demnächst ausgelotet werden soll, ab wieviel tausend Toten und Leichenbergen gefolterter, vergewaltigter und ihrer Organe beraubter Frauen Moskau nicht mehr zusehen und nicht mehr nur unter dem Tisch gebremst mitmischen mag. Die Energiemafia war da aufgestiegen – und hatte noch unter Janukowitsch Fracking-Verträge im zweistelligen Milliardenbereich (US-Dollar) unterzeichnet, auch mit Shell.

Vier mafiotisch strukturierte globale Konzernkartelle: Finanz-, Medien, Energie- und Rüstungskonzerne, haben sich gemeinsam und abgestimmt dieses riesige Goldstück Russland vorgenommen, um dessen Werte zu kontrollieren, damit die Finanzblase weiterleben kann. Dafür muss Putin weg, der sich nicht schmieren lassen will wie Chodorkowski, des Westens Wunschkandidat für den Kreml. Und weil das so wichtige Fragen sind, kam zur letzten Bilderberg-Sitzung Anfang Juni aus Deutschland nur ein Medienmann: Springerchef Döpfner. Dessen Lügengebäude hat ein perfektes Redaktionsstatut für die aktuellen Notwendigkeiten parat: Israels und Amerikas Aggressionskriege, ihre Bombenteppiche etc. dürfen nicht kritisiert werden. So einer wird gebraucht, wenn’s ernst wird, die Joffes und Nass und anderes Fußvolk erscheinen da verzichtbar; bald wird scharf geschossen, Kameraden, da muss Verlass sein. Und Frau Merkel wurde bei eklatanter Fehlleistung nicht deshalb zur tollsten Kanzlerin, mächtigsten Frau der Welt etc. aufgeblasen, damit sie jetzt nicht pariert wie bisher – und künftig hoffentlich NOCH besser.

Wenn nun Putin also nicht freiwillig geht, und wenn diese Russen auch noch zusammenhalten und die kommende Not gemeinsam tapfer durchstehen, wie in der jahrhundertelangen Vergangenheit – diese Chance ist hoch, die Anzeichen sprechen dafür – dann setzen die oben erwähnten Mafiosi auf Krieg. Zuerst klein und örtlich begrenzt (Ukraine) – und  wenn nötig: auch größer. Bis zum Weltkrieg. Nicht gern – aber bevor man zum großen politischen und finanziellen Offenbarungseid gezwungen wird, mit allerhand unerwünschten Risiken für den aktuellen Vermögensstand UND künftige Geschäfte: auf jeden Fall.

Schließlich gibt es ja auch ein Leben nach dem Krieg, zumindest für die Inselbesitzer der Karibik. Und diese schöne Zeit des Wiederaufbaus will man doch sicher mit einem System genießen, das für die notwendigen wunderbaren Großkredite auch noch massig Zinsen und Zinseszinsen abwirft, nicht wahr?

Fazit: Friedensdemos, die diesen Zusammenhang nicht benennen, greifen zu kurz. Politische Gruppen oder Parteien, die hier bis jetzt keine klaren Vorstellungen entwickelt haben, arbeiten heute schon am übernächsten Crash oder Krieg. Nach dem, der jetzt bevorsteht.

Politik kann plötzlich auch buchstäblich ganz schrecklich einfach sein.

Sputnik-Interview (December 19, 2014) http://sputniknews.com/radio_burning_point/20141219/1016060718.html

IRIB-Interview dazu (24. Dezember 2014) http://german.irib.ir/analysen/interviews/item/273633-interview-mit-christoph-hörstel