Potsdam: Kampf um den Zaun jetzt bundesweit Thema – und in entscheidender Phase

biopq

Vergangene Woche hatte ich über den Ärger berichtet, den Springerchef Döpfner angerichtet hatte, als er in Potsdam am beliebten Ausflugsziel Pfingstberg unterhalb seines Villengrundstücks auch noch eine weitere „Sahnefläche“ von 60.000 Quadratmetern aus dem Bestand der „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“ für seine private Nutzung reservieren wollte.

Jetzt sind wir zwei Schritte weiter: Döpfner hat auf einen wesentlichen Teil seiner Privatnutzung verzichten müssen, auch wird die Öffentlichkeit jetzt an allen sieben Tagen der Woche zugelassen, zumindest tagsüber. Soweit so schön die Erklärungen von Stadt und Stiftung, die der Bürger einfach glauben muss, denn er wird nicht korrekt informiert, sondern einfach beredet. Problem für die „Bürgerinitiative Offener Pfingstberg“ – BIOP: Der heiß umstrittene Zaun, an dem sich der ganze Zank bisher entzündet hatte, ausgerechnet der soll stehen bleiben – und kein Mensch sagt oder weiß wie lange. Die Angaben schwanken zwischen fünf und 15 Jahren.

Plötzlich lässt Döpfner wieder Drohungen streuen, er könne ja die Brocken hinschmeißen und gar nicht mehr sanieren, dann wieder ist das plötzlich vom Tisch, meldet der RBB am Abend..

Jedenfalls spricht keiner der drei Beteiligten: Stiftung, Stadt und Döpfner mit den BIOP-Bürgern, die Medien lavieren und machen Politik, ARD-Landesrundfunkanstalt RBB und „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ – druckt angeblich auch für Springermedien und gehört der FAZ) haben sich auf Döpfners Seite geschlagen, währen die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“, PNN, mehr zu den Stadtpolitikern tendiert. Und keine einzige Zeile der Vereinbarungen zwischen Stiftung und Döpfner ist offengelegt, die Rolle des Potsdamer OB Jakobs völlig ungeklärt.

Die zweite Sache, die klar ist: BIOP wird kämpfen, auch vor Gericht. BIOP hat noch gar nicht richtig angefangen! Wer mithelfen will: Bitte hier die Petition mitzeichnen! Danke!

Ich selbst bin ‚raus aus der Angelegenheit, seit die Medien in gewohnter Einmütigkeit und polemischer Intensität von dem unangenehm vergalloppierten Streit auf einen politischen Gegensatz zwischen Döpfner („deutscher Zionist“) und mir („kritisiert häufig die deutsche Israel-Politik“) ablenken wollten. Tja, schade eigentlich, damit hatte man nicht gerechnet, dass ich so schnell tabula rasa mache: Jetzt geht es zwangsweise wieder verstärkt um die Sache – und alle Kungler, Blockierer und Arroganzlinge stehen im Hemd. Nur bei der MAZ, da müssen wir noch einmal nachhaken, denn die Deutsche Mitte ist nun einmal nicht „rechtspopulistisch“ sondern, wenn wir die gängigen Schemata nutzen müssen: „links“. Mit „populistisch“ kann ich nichts anfangen – darüber denke ich nicht nach, auch niemand in der DM, das machen nur die Umfragen-Traumtänzer bei den vier Parteien. Wegen des mir von „Stern“, RBB und einigen Wiki-Schmierern untergeschobenen  Satzes, Israel dürfe es nicht geben, den ich eindeutig nie gesagt habe, nicht einmal näherungsweise, sind wir einen Schritt weiter: „Stern“ akzeptierte die Unterlassungserklärung. Um die Gegendarstellung wird noch gerungen, RBB will nicht einmal unterlassen, die denken, ich sei ja bitter arm, das könne ich nicht wuppen. Die wissen nicht, dass ich gewohnheitsmäßig große Medien verknacke, die „Süddeutsche“ war schon zweimal mit Gegendarstellungen dabei.

Bitte Petition mitzeichnen: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-pfingstberg-kein-privater-park-fuer-springer-vorstand-doepfner-auf-60-000qm !! DANKE !!

Foto/Kreidezeichnung: © Agnieszka Korejba-Guntermann