Jetzt gegen Washingtons Kriegskurs aufstehen! 1. oder 8. Mai: Demonstration in Berlin!

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Drei Ereignisse der letzten Tage beleuchten grell, dass sich der US-geführte Westen auf dem Weg in den Krieg befindet.

1. In Moskau wird ein führender Oppositionspolitiker, der inzwischen mit dem Westen verbündete Boris Nemzow, auf offener Straße umgebracht. „Der Spiegel“ schiebt den Mord dem russischen Staatsapparat in die Schuhe. Viel wahrscheinlicher jedoch ist, dass der Mord eine von außen gesteuerte Provokation ist, um Russland innerlich in Aufruhr zu versetzen. Denn der Westen will in Moskau Chodorkowski als Statthalter installieren, einen erwiesenen Großbetrüger und hoch verdächtigen mutmaßlichen Auftraggeber von zwei, drei Dutzend Mafia-Morden. Und es ist durchaus denkbar, dass Nemzow auch gegen Chodorkowski aufgestanden wäre.
Und nicht zuletzt: Putin oder seine Gefolgschaft haben derzeit NULL Interesse daran, in dieser Weise vorzugehen – und keinerlei Notwendigkeit. Putin schwebt auf einem Zustimmungshoch Marke „Wolke 7“ – dieser Mord ist eindeutig dazu ausgerichtet, diese Situation zu stören. Der Versuch, dies auch noch Putin oder seiner Verwaltung in die Schuhe zu schieben, erscheint angesichts dieser Tatsache geradezu absurd; genauso absurd wie die westliche Lügenberichterstattung über die Weltlage.

2. Gemäß der derzeit gültigen Propaganda-Linie Washingtons, die in allen Satellitenstaaten brav wiederholt wird, werden weiterhin Ursache und Wirkung vertauscht sowie alle Verhältnisse auf den Kopf gedreht.
Wenn also der US-Geheimdienstchef vor einem Krieg in der Ukraine im Frühjahr warnt, dann spricht er den Stand westlicher Planungen aus, vor denen ich hier schon mehrfach gewarnt habe.
Dass diese „Warnung“ durch den US-Geheimdienstchef, der auch noch „Clapper“ heißt, ausgesprochen wird, ist der schwache Versuch, mittels Propaganda die eigene Aggression Russland in die Schuhe zu schieben. Wieder werden alle Tatsachen auf den Kopf gestellt: Es ist der „Berliner Flurfunk“, der von westlichen Kriegsplänen in der Ukraine erzählt, seit Monaten schon – und dies ist bereits die direkte mediale Kriegsvorbereitung. „Clappern“ gehört zum Geschäft…

3. Am Donnerstag überraschte die „Süddeutsche“ ihre Leser mit einer mittelgroßen Geschichte über die geplante Aneignung der Krim durch Russland. Früher hieß so etwas „dirty communist plot“ – und wurde so etwas wie ein geflügeltes Wort im Lieblingsgebrauch westlicher Verschwörungstheoretiker in Zeiten des Kalten Krieges.
Das Ganze entstammt der Zeitung „Nowaja Gaseta“. Selbstverständlich verliert die ausführliche Berichterstattung über diese fürchterliche konspirative Aggression Putins nicht ein Wort über die Hintergründe der Zeitung: Bei Wiki ist nachzulesen, dass der russischstämmige Oligarch Alexander Jewgenjewitsch Lebedew 49% der Anteile hält. Diese Aussage wird jedoch erst richtig interessant, wenn man weiß, dass er zu den eingefleischten Putin-Gegnern mit Wohnsitz in Großbritannien gehört. Auffällig: Lebedew hat hat 2009 die britische Zeitung „Evening Standard“ und 2010 das renommierte Linksblatt „The Independent“ aufgekauft. DA gibt es eine echte Verschwörung, denn beide Blätter nutzt er intensiv, um die britische Bevölkerung auf den geplanten ‚regime change“ in Russland einzunorden – selbstverständlich notfalls mit geaalt: KRIEG. Nun also die große Putin-Verschwörung gegen die Ukraine unter Mitnahme der Krim?
Nochmals, ganz langsam: Dem erfahrenen Geheimdienstler und fleißigen Beschützer Russlands gegen westliche Aneignungsversuche, Putin, war selbstverständlich nicht verborgen geblieben, dass seine westlichen Gesprächspartner zehn Jahre nach dem ersten Putsch in Kiew 2004 nun ein weiteres Abenteuer in der gleichen Richtung starteten. Also ergriff er Gegenmaßnahmen, um der Nato nicht zu erlauben, ohne Gegenmaßnahme die „rote Linie“ in der Ukraine zu überschreiten und sich das ganze Land anzueignen, einschließlich russischem Flottenstützpunkt mit Sondervertrag. Diese „rote Linie“ ist ja, wie geschichtlich Interessierte wissen, auch nur eine schwache Reaktion auf die wortbrüchige Westausdehnung der Nato nach dem Zerfall der Sowjetunion.
Dass es für diesen Vorgang Planungen gibt, ist in der Politik ganz normal, dafür sind Planungsabteilungen da. In den USA und in der Nato gibt es auch Planungen für eine gewaltsame Unterwerfung Russlands, Putsch in Moskau, Unterdrückung deutscher Freiheits- und Unabhängigkeitsbestrebungen etc. Solche Planungen verraten etwas über die tiefere Eistellung der beauftragenden Machthaber. Und im Fall Ukraine handelt es sich eindeutig um eine Verteidigungsmaßnahme Russlands.
Die zunehmende Ausbeutung und Verarmung des ukrainischen Volkes und Staates durch die vom Westen in Kiew an die Macht gehobene Mafia-Oligarchie hingegen weist darauf hin, dass Russlands Politik weit mehr dem ursprünglich ukrainischen Interesse entspricht als jedes westliche Konzept.

Wer aber in einen „Auftragskrieg“ hineinsteuert, von dem vor allem die Führungskräfte der drei schlimmsten mafiösen Konzernkartelle zu profitieren hoffen: Finanzen, Medien, Energie, der braucht Organisationen an seiner Seite, die das durchziehen helfen sollen. In Deutschland zieht Kanzlerin Merkel deshalb die Gleichschaltung des unter ihrem Vorgänger Schröder geschaffenen „Petersburger Dialogs“ durch, ihr jammervoller ex-Kanzleramtsminister Pofalla, der in einer sehr umstrittenen Weise Bahnlobbyist im Vorstandsrang wurde, soll das durchziehen helfen und den deutschen „Lenkungsausschuss“ innerhalb dieser Organisation leiten. Da regt sich jedoch Widerstand. Erstmalig könnte Merkel mit ihrer schleichenden Machtergreifung in Deutschland und Europa scheitern.

Deutschland und Europa müssen jedoch weit mehr leisten, als die Grabenkämpfe gewinnen, die jeden Weg in den Krieg zwangsweise begleiten. Die Völker müssen lernen, dass es nicht hilft, Regierungspersonal auszuwechseln, solange die dahinter stehenden Konzernmächte auch Opposition und Parlamente fest im Griff haben. Wir brauchen Neuwahlen mit Öffnung der großen Medien für die „echte“ Opposition, die der Menschen, nicht die anderer ferngesteuerter Parteien, die sich dazwischendrängen und herrschen wollen, wo Dienst angesagt ist – und Friedenspflicht. Dies durchzusetzen ist Sache von mindestens 70.000 Menschen, die im Mai in Berlin den Frieden fordern werden, wenn die Lage in der Ukraine plangemäß wieder Richtung Krieg dreht.

Manchmal ist Geschichte brutal einfach: Entweder bewegen wir uns – oder wir werden Opfer. Ethische Politik ist das erste Gebot einer neuen Zeit, die nicht aufzuhalten ist. Gemeinsames Engagement aller ist das zweite. Jede/r wird gebraucht, keiner soll sich drücken. Zunächst geht es um den Frieden – und dann um unser Recht auf Selbstbestimmung. WIR SIND DAS VOLK.

 

Video zur aktuellen Lage: http://youtu.be/AEcJzVT50Do
Interview mit IRIB: http://german.irib.ir/analysen/interviews/item/278384-interview-mit-christoph-hörstel