Jemen: Massaker aus der Luft – US-geführter Westen hilft mit: Sanktionen gegen USA!

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Was im bitter armen Jemen geschieht, ist eine Schande für alle Regierungen, die nichts dagegen unternehmen; besonders pervers: die USA liefern Getreide, betanken jedoch auch die Bomber in der Luft! Per Seeblockade wird jede Hilfe blockiert, besonders auch erwiesenermaßen rein humanitäre Lieferungen aus Iran, das UN-WFP benachteiligt Houthis; die UNO ist ohnehin eine proamerikanische Veranstaltung geworden – sehr kurzsichtig ist auch hier Washingtons Politik, die alles korrumpiert und verdirbt was sie anfasst. Knapp sieben Millionen, mindestens ein Viertel der Bevölkerung, sind vom Hungertod bedroht, die Hälfte, 13 Millionen, hungert! Bombardier wird die gesamte Infrastruktur: Verkehrswege, Brücken, Flughäfen, Seehäfen, Schulen, Krankenhäuser, Kraftwerke, Wasserleitungen, Ministerien, denkmalgeschützte Altstädte – you name it, they bomb it. Mindestens mehr als 4.000 tote Zivilisten, 80-90% aller Toten, die mehr als doppelte Zahl an Verletzten. Es fehlt an allem, Medizin, Treibstoff, Notunterkünfte. Das Verfahren erinnert an Israels Massakerpolitik in Gaza – doch im Jemen mordet ein Land, das sich islamisch nennt. Saudi-Arabien hat das moralische Recht verloren, Hüterin der Heiligen Stätten zu sein. Schon in der Vergangenheit fiel negativ auf, dass geldgierige Prinzen islamische Erinnerungsstätten niederrissen, um Einkaufszentren und Wolkenkratzer zu bauen. Im letzten Jahr kamen Pläne hinzu, Die Gebeine des als Heiligen hoch verehrten Propheten Mohammed umzubetten und anonym auf dem Al-Baqi-Friedhof zu begraben, wo, ebenfalls anonym, zahlreiche andere islamische Würdenträger ruhen. Das hat die ganze schiitische Welt in Rage gebracht – und sollte dies wohl auch. Jetzt jedoch ist eine Grenze erreicht, die die gesamte islamische Welt auseinanderzureißen droht: Viele Schiiten meiden die Pilgerstätten inzwischen, Iran setzt aus oder rät ganz ab. Unterstützung für das Folterregime in Bahrain, IS-Kopfjäger in Syrien und Irak, Unruhe in Afghanistan, Libyen und Libanon: 30.000 inhaftierte Schiiten, jammervoll korrupte Monarchie – es reicht, Familie Saud e.a.!

Besonders unangenehm: Die seit mehr als zwanzig Jahren intensive US-Politik, Sunniten gegen Schiiten aufzuhetzen, auch durch bezahlte Mordanschläge, geheime, blutige Kommando-Aktionen, politische Intrigen auf höchster Ebene, gern auch mit Erpressung, zieht auch alle westlichen Verbündeten dieses größten aller Schurkenstaaten mit in den mörderischen Sumpf. Deutschlands Waffen für die Saudis tauchen erwiesenermaßen im Jemen-Massaker auf! Inzwischen sind wir soweit, dass es kaum noch auf der Welt irgendwelche grässlichen Rechtsverletzungen gibt, OHNE westliche Beteiligung! Was die Welt tatsächlich bräuchte, wäre eine zielgenau gegen bestimmte Teile der USA strategisch ausgerichtete BDS-Politik: Boykott, Desinvestment, Sanktionen. Das setzt voraus, dass wir genau analysieren, wer sich wo und wie an den Verbrechen beteiligt – und daraus die entsprechenden Schlüsse und Konsequenzen ziehen, international, weltweit. Die Ergebnisse müssten weltweit einheitlich kommuniziert werden: Das würde zu einer hoffentlich heilsamen Spaltung der US-Öffentlichkeit führen, denn der sympathische Durchschnittsamerikaner hat keinen blassen Schimmer, was da mit seinen Steuergeldern weltweit angerichtet wird – und andere kämpfen unter schwierigsten Umständen dagegen an. Alle Freunde der USA weltweit sehen mit Grausen, wie das Land sich immer tiefer außen- und innenpolitisch im Mafia-gesteuerten Sumpf verstrickt. Es wäre fatal für den ganze Globus, hier länger feige stillzuhalten: Echte Freunde stehen nicht mit hängenden Armen und Schulterzucken daneben, sondern greifen zu, wenn der andere in Not kommt. Alles Andere ist nicht Freundschaft, sondern Komplizentum.